Monat: Dezember 2024

Zum Jahresende: Trinksprüche

Bereits im Mai suchte ich aufgrund von Verbindungen zu einem queeren Stammtisch nach ace-gerechten Trinksprüchen, die auf Buttons passen. Meine Bitte um Ideen in der baden-württembergischen WhatsApp-Gruppe führte zu einem regelrechten Kreativhype mit Reime-Schlacht.

Ich musste versprechen, dass die Ergebnisse anonymisiert irgendwo nachlesbar sein würden. Und wann, wenn nicht zum Abschluss für ein Jahr, das politsch maximal so mittel lief, und für ein neues Jahr, von dem ich befürchte, dass es weidlich Gelegenheit bieten wird, sich zumindest zu wünschen, dass sich eins die Politik schöntrinken könnte.

Ein Frosch in Ace-Farben, der "Be Gay" (do crimes) sagt.
Be gay, do crimes! Lustig sein geht immer auch ohne Alkohol. Throwback zum CSD Pforzheim 2023.

Im Verein haben wir 2024 einiges gerissen und noch einiges vor – auf dass wir alle 2025 möglichst viel Grund zum Feiern und wenig zum Traurigsein haben mögen.

In diesem Sinne: Cheers to the queers!


Inhaltshinweise: Alkohol, sexuelle Anspielungen. Die Trinksprüche geben nicht notwendigerweise einen guten Einblick in das Erleben von sex-favorable Aces.


Wein, Knoblauchbrot und Gesang!

 

Nüchtern bin ich schüchtern. Voll … will ich immer noch nix von irgendwem.

 

Lasst leeren uns den Krug ganz schnell,
denn ich bin a-sexuell.

 

Hoch die Krüge, auch ohne Liebe!

 

Ob Mann, ob Frau, mir is das wurscht,
wichtig is mir bloß der Durscht!

 

Roll das nächste Fass herein,
ich lass mich auf keine/n ein.

 

Alle wollen nur rein-raus,
ich trink lieber Krüge aus.

 

Dia ganzen Leit,
die wolln bloß pimpern,
so viel, wie nur gaht.
Do füll I liaber
no an Maßkrug nach,
der andre Kram
is mir zu fad.
(holladrihia,holladrio…)

 

Hoch die Tassen,
Sex sein lassen!

 

Bist du einsam,
komm zu mir,
hier gibt’s kein Sex,
doch ganz viel Bier.

 

Ich halt zu dir und du zu mir
und keinen Sex – darauf ein Bier.

 

Pfoten weg, lass das sein,
nur so trink ich mit dir nen Wein. 🍷

 

Für mich kann keiner sexy sein,
da trink ich doch a Glaserl Wein.

 

Ich will kein‘ Sex, denn ich bin queer,
da trinken wir doch lieber Bier.

 

Sex auf Wein, das lass ich sein.
Sex auf Bier verbitt‘ ich mir.

 

Lass uns picheln und Freunde sein, mein Bett jedoch gehört mir allein.

 

Ob Dicke oder Schlanke,
Sex – Nein, Danke!

 

Mit euch trink ich gern Wein, aber den Sex lass ich sein.

 

Lustig ist die Fasenacht,
wenn mich kein andrer Mensch anmacht.

 

Sex und Alkohol lass ich links liegen,
mit Kuchen, Deeptalks und Kuscheln kannst du mich kriegen.

 

Ob weiß, rot oder rosé, es rührt sich nichts in der Hoséeeee.

 

Alles außer Rand und Band,
der Unterleib bleibt ganz entspannt.

 

Spaß am Abend geht auch ohne Sex,
gebt mir lieber noch mehr Snacks!

 

Du brauchst mich gar nicht anzubaggern, ich bin nur hier, um abzusackern.


 

Geworden auf dem Button ist es übrigens am Ende: „Ace heißt (auch voll) kein Bock.“

 

 

Freusache: Nominierung für den Rosa Detlef

Einmal im Jahr — genauer gesagt vor allem zur Stuttgart Pride — sammelt die Gemeinde „Salz der Erde“ der Metropolitan Community Church in Stuttgart Vorschläge, um einen Preis zu verleihen: den Rosa Detlef.

God is queer* – für christliche und andere monotheistische Personen ein Motto, das manche tröstet und die Konservativen bis Evangelikalen eher auf die Palme bringt. Gottesdiensttermine für christliche Queers aus dem Ländle unter: https://mcc-gemeinde-stuttgart.de/

Der Rosa Detlef geht an eine Person oder Organisation, die sich besonders um die (regionale) lsbtiq+ Community verdient gemacht hat. Seine Farbe hat er vom Rosa Winkel, einem Verfolgungssymbol aus der Nazizeit. Der Name verweist auf einen bis mindstens in die 1990er verbreiteten schwulenfeindlichen Witz. (Die Verfolgungsgeschichte schwuler, lebischer und von trans Menschen in der Stuttgarter Region ist bei Der Liebe Wegen in Aufarbeitung.)

Wie auch immer es kam, aber AktivistA ist für den Preis nominiert — danke an Unbekannt! Wer den Preis erhält, zeigt sich erst am Tag der Verleihung, also ein bisschen wie die Oscar-Nacht in klein.

Zwei Vorstandsmenschen von AktivistA werden am 12.1.2025 bei der Preisverleihung anwesend sein. Diese findet um 14:30 Uhr im Theater Rampe in Stuttgart statt.

Menschen, die sich das live anschauen wollen, müssen laut unseren letzten Infos einfach püntklich am Theater sein — Reservierungen sind nicht möglich. Die Preisverleihung ist nicht über die Reservix-Plattform buchbar (Stand 19.12.24).