Wie die Überschrift schon sagt: Die alljährliche Befragung der ace Community mit Internetzugang ist eröffnet. Mittlerweile habt ihr 16 Sprachen zur Auswahl, darunter auch Deutsch.
Wobei, ein bisschen ist der Name irreführend: Neben Menschen aus dem asexuellen Spektrum und noch Unentschiedenen freut sich das Survey Team auch über Beteiligung von nicht-asexuellen Verbündeten. Mindestens 15 Jahre alt solltet ihr aber sein, wegen der Datenschutzrichtlinien bei der Uni, die das Projekt unterstützt.
Dass es etwa ein Prozent asexuelle Menschen gäbe, geistert seit 2004 durch die Medien- und die Aktivismuslandschaft. Die Zahl hat aufgrund ihrer Rundheit einen nicht unerheblichen Charme und wird häufig wiederholt. „So viele asexuelle Menschen, wie es Rothaarige gibt!“, heißt es dann, beispielsweise in einem neuen Podcast vom Bayerischen Rundfunk.
Und klar: Wenn ich erstens darauf hinweisen möchte, dass wir wirklich existieren, und zweitens ein bisschen politischen Rumms als Interessengruppe entwickeln möchte, ist so eine Zahl echt praktisch. (Wir nutzen sie auch.)
Aber stimmt sie?
Aces zählen ist wie Schäfchen zählen, nur schwieriger.
Wen zählen wir eigentlich wie?
Bevor wir uns die Ergebnisse der oftmals zitierten Arbeit von Bogaert aus dem Jahre 2004 anschauen, ist erst mal die Frage: Wer zählt überhaupt als asexuell?
Wahrscheinlich irritiert Außenstehende, dass es beim ace Schirmbegriff keine klaren Kategorien gibt sowie eine große Zahl ein Mikrolabeln. Das heißt, wenn ich abfragen will, wer sich alles zum ace Umbrella zählt, muss ich beim Umfragedesign gut aufpassen.
So sollte ich in Multiple-Choice-Bögen nicht die Option „asexuell“ anbieten, sondern eher so etwas wie „asexuelles Spektrum“, um wirklich alle Aces einzufangen. Andernfalls müsste ich eine Write-in-Möglichkeit anbieten — also ein leeres Feld, in das die Menschen ihre Selbstbeschreibung eintragen können. Die Auswertung von Write-ins ist recht zeitaufwendig und daher teuer.
Desgleichen muss ich bei Multiple Choice mindestens zwei Antworten zulassen. Eins kann ja beispielsweise demi-ace und schwul sein, etc. pp.
Mit so einer Methode werden im Idealfall Menschen erfasst, die sich als ace beschreiben.
Menschen, die sich eventuell auf dem asexuellen Spektrum verorten könnten, sich aber nicht so identifizieren, bleiben außen vor. Vielleicht haben sie das Wort gehört, aber nicht auf sich bezogen, oder sie kennen den Begriff nicht. Und Menschen, die sich nicht als ace beschreiben, obwohl sie theoretisch ins Spektrum passen würden, sind so ebenfalls nicht zu zählen. „Aces-in-potentia“ bleiben also unsichtbar.
Die nächste Frage: Über welche Personengruppe möchte ich Aussagen treffen? Die ace Community oder alle potentiellen Aces? Das sind zwei unterschiedliche Gruppen. Ergebnisse aus der einen Art Zählung dürfen nicht einfach auf Ergebnisse der zweiten Art Zählung übertragen werden.
Möchte ich potentielle Aces einfangen, muss ich mich auf Hilfsgrößen beziehen. Manche neuere Studien nutzen dafür die Asexual-Identification-Scale nach Yule und Brotto, die wahrscheinlich demi-ace und gray-ace Personen schlecht erfasst. Andere untersuchen, wie Bogaert damals, die Frage „Ich habe noch nie in meinem Leben sexuelle Anziehung gespürt.“
Wen hat Anthony Bogaert gezählt?
Wie ace_arovolution dankenswerterweise und detailliert aufzeigen, hat sich Bogaert auf Daten gestützt, die 1990/91 in Großbritannien von 18’876 Menschen zu sexueller Gesundheit erhoben wurden. Dazu gab es dann 1994 eine größere Veröffentlichung, die Bogaert 2004 noch einmal neu auswertete.
Ihm fiel auf, dass da etwa ein Prozent der Befragten eine kontraintuitive Auskunft gegeben hatten (genauer 1,05 %) auf die Frage: „Zu wem fühlen Sie sich sexuell hingezogen?“ Und eben diese 1,05 % gaben an, dass sie noch nie sexuelle Anziehung empfunden hatten.
Warum „kontraintuitiv“? Weil die meisten Menschen annehmen, dass alle Menschen sexuelle Anziehung empfinden – diese Annahme heißt mittlerweile Allonormativität.
Insofern ist denen, die die Umfrage vor 1990 entwarfen, ein großes Verdienst zuzuschreiben: Sie hatten sich von dieser Annahme nicht beeindrucken lassen und eine fast undenkbare Antwortmöglichkeit auf ihre Frage erlaubt.
Und für diese Antworten aus der britischen Erhebung kam Bogaert zu folgender Schlussfolgerung: Wenn wir Asexualität als lebenslange Abwesenheit sexueller Anziehung definieren, dann können wir 1,05 % der britischen Bevölkerung Asexualität zuschreiben.
Insofern stützt sich Anthony Bogaert auf eine Hilfsgröße, die die derzeitige ace Community sehr ungenau beschreibt.
Was das Ergebnis neben der runden Zahl so verführerisch macht, ist natürlich, dass Bogaerts Arbeitsdefinition und die Erklärung auf der englischen AVEN-Landingpage sich seit 2004 fast entsprechen.
Wenn wir uns also auf diese Studie beziehen, müssten wir korrekterweise immer dazuschreiben, was Anthony Bogaerts Arbeitsdefinition war, woher die Daten stammen (Großbritannien) und wie alt die Daten sind (über dreißig Jahre).
Gibt es neuere Zahlen?
Wenn wir nur Selbstbeschreibungen gelten lassen, gibt es drei neuere Studien mit akzeptabler Qualität – zumindest, was ich so gefunden habe oder auf das ich hingewiesen wurde – danke an Claudia Haupt vom EBGH.
Im Jahr 2018 gab es in Deutschland die Pilotstudie Liebesleben, bei der etwa 1155 Fragebögen ausgewertet wurden. Dort gaben 0,3 % der Befragten (alles Frauen) an, sich als asexuell zu beschreiben.
Aus Neuseeland gibt es Daten einer Erhebung aus den Zehnerjahren, die 2017 von Greaves und Mitarbeitenden veröffentlicht wurden. Hier hatten die Befragten eine Write-in-Option erhalten, die 0,4 % von ca. 11’000 Befragten für ace, ace-angelehnte und selten auch aro Selbstbeschreibungen nutzten – all diese wurden als „asexuelles Spektrum“ subsumiert.
Etwas neuer (von 2022) ist eine Veröffentlichung aus Belgien: Hier berichten De Schrijver und Mitarbeitende, dass sich 0,6 % der etwa 4600 Befragten bei einer nationalen Erhebung als asexuell beschrieben.
Und was heißt das jetzt?
Das eine Prozent (für westliche Gesellschaften) scheint etwas zu hoch gegriffen, wenn wir die ace Selbstbeschreibungen anschauen. Über nicht-westliche Gesellschaften können wir keine Aussage treffen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Zahl von selbstgelabelten Aces mit größerer Bekanntheit des Begriffs steigt, ist jedoch sehr hoch. Daher sehe ich persönlich vorläufig keinen Grund, unsere äußerst grobe Schätzung auf Eis zu legen, falls wir sie aus politischen Gründen brauchen.
Aber am Ende sollte es egal sein, wie viele Aces es genau gibt: Wir haben als asexuelles Spektrum allosexuellen Menschen einiges an Ideen zu bieten. Und eine menschenwürdige Behandlung sollte sowieso nicht davon abhängen, wie viele Personen nun einer gewissen marginalisierten Gruppe angehören.
ace_arovolution, Die Lüge, dass 1% der Welt asexuell sei. Oder: Niemand zitiert Bogaert richtig! Eine Tirade mit Fußnoten, veröffentlicht 24.01.2025 (https://acearovolution.webnode.page/l/die-luge-dass-1-der-welt-asexuell-sei/, zuletzt geprüft am 17.10.2025)
Bogaert, A. F. (2004). Asexuality: Prevalence and associated factors in a national probability sample. Journal of sex research, 41(3), 279-287. https://doi.org/10.1080/00224490409552235
De Schrijver, L., Fomenko, E., Krahé, B., Dewaele, A., Harb, J., Janssen, E., … & Keygnaert, I. (2022). An assessment of the proportion of LGB+ persons in the Belgian population, their identification as sexual minority, mental health and experienced minority stress. BMC Public Health, 22(1), 1807. https://doi.org/10.1186/s12889-022-14198-2
Greaves, L. M., Barlow, F. K., Huang, Y., Stronge, S., Fraser, G., & Sibley, C. G. (2017). Asexual identity in a New Zealand national sample: Demographics, well-being, and health. Archives of sexual behavior, 46, 2417-2427. https://doi.org/10.1007/s10508-017-0977-6
Liebesleben. Matthiesen S, Dekker A, Brunner F, Klein V, Martyniuk U, Schmidt D, Wendt J, Briken P (2018). Sexuelles Verhalten, Einstellungen und sexuelle Gesundheit in Deutschland. Erste Ergebnisse einer Pilotstudie zur Erwachsenensexualität. https://gesid.eu/wp-content/uploads/2018/09/Endbericht-Pilotstudie-2017.pdf(zuletzt geprüft 25.1.25)
Yule, M. A., Brotto, L. A., & Gorzalka, B. B. (2015). A validated measure of no sexual attraction: the Asexuality Identification Scale. Psychological Assessment, 27(1), 148.
Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschien von Maria Popov das Buch „Kein Bock Club. Warum wir auch mal keine Lust auf Sex haben“.
Maria Popov ist bekannt von der Aufklärungsreihe „Auf Klo“ bei YouTube und arbeitet als Moderatorin und Journalistin, zum Beispiel bei 3sat.
Wer rezensiert hier? Eine weiße aroace cis Frau mit zwei Sachtexten über das asexuelle Spektrum bei Kleinverlagen.
Das Rezensionsexemplar ist echt selbst gekauft.
Worum geht’s?
Ein bisschen irritierte mich zunächst, dass auf dem Klappentext eine andere Beschreibung steht als online. Während „Asexualität“ auf dem hinteren Buchdeckel ziemlich prominent den ersten von zwei Absätzen beendet, ist das online anders:
Sexuelle Lust gilt als Maßstab für Intimität, Beziehungsqualität und persönliche Erfüllung. Doch was passiert, wenn sie ausbleibt? Wenn wir keinen Bock auf Sex haben, obwohl »eigentlich alles stimmt«? Wenn »Ich bin müde« nur eine Umschreibung für etwas ist, das wir selbst kaum benennen können?
Schon in ihrer Jugend hatte Maria Popov nie richtig Bock auf Sex mit Männern und stößt auf ein Wort, das ihr Gefühl zum ersten Mal beschreibt: Asexualität. Aber was heißt das eigentlich genau? …
Der Online-Text ist ehrlicher, aber immer noch etwas irreführend, denn um Asexualität als Orientierung geht es kaum. Zwar wird ein wenig ace Literatur zitiert, aber insgesamt ist „Kein Bock Club“ eher als Gesellschaftskritik angelegt. Also: Was hat Sexualität mit Macht zu tun? Und was Sex-Positivität mit Kapitalismus? Welche Erwartungen werden an (cis) Frauen und Männer herangetragen? Was hat Pornographie damit zu tun? Muss ich in Beziehungen dauernd Bock auf Sex haben? Wieso sorgen sich manchmal Medien darüber, dass die Jugend weniger Sex hat als noch vor zehn Jahren? Was können wir von Aces und Aros lernen?
Unter anderem plädiert Maria Popov dafür, sich die Friendzone zurückzuholen, unser Männerbild aufzuweiten (was durchaus auch Männern helfen könnte, sich in der Postmoderne besser zurechtzufinden) und für den Mut, Sex aus dem Mittelpunkt zu rücken.
Der Text streift einige wichtige Themen, ohne sie zu sehr theoretisch zu vertiefen und zu viele Fremdwörter zu verwenden. Der Text sollte sich auch für Uneingeweihte flüssig lesen und kommt ohne laute Schuldzuweisungen aus. Danach kann ihn eins entweder abhaken oder mit den angegebenen Stichworten vertiefen. Dass hinterher wer auf die Barrikaden geht, wage ich zu bezweifeln.
Für wen ist das eigentlich?
Kurz: Eher nicht für Menschen, die regelmäßig a*spec Podcasts hören oder eins von den erhältlichen englischsprachigen oder deutschsprachigen Sachbüchern gelesen haben, es sei denn, sie interessieren sich für die sexuelle Rezession.
Außerdem ist das Buch ungeeignet für Menschen, die etwas über die ace und aro Community lernen wollen oder ace oder aro questioning sind.
Super geeignet scheint es mir für vom Feminismus und Heterobeziehungen enttäuschte allosexuelle Personen. Sowie für alle, die sich um die Frage sorgen, warum industrialisierte Gesellschaften einem kollektiven, aber teils unbewussten Sexstreik (und damit Gebärstreik) immer näher rücken zu scheinen.
Erstes Manko: Quellen
Ich finde die Quellenangaben teils etwas spärlich. Zum Beispiel werden verschiedene Anziehungsformen vorgestellt. Ein Hinweis, wo sich mehr zum Split Attraction Model nachlesen lässt, fehlt aber, ebenso wie der Name dieses Konzepts. Butch-Femme-Dynamiken werden angerissen und gefühlt tendenziell verurteilt, was ich für die Butches, die ich kennenlernen durfte, nicht so toll finde. Auch da vermisse ich Belege – oder halt den Hinweis, dass es sich um Erfahrungswissen handelt.
Sexualnormen im Islam werden recht differenziert behandelt, aber so etwas bei einem derart aufgeheizten Thema ohne Quelle stehen zu lassen, erscheint mir nachlässig.
Zweites Manko: Willkommen im Club?
Trotz einiger wertvoller Quellen und Ideen bleibt ein Geschmäckle, wie eins im Süddeutschen sagt. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob die ace und aro Community, so wie ich sie kenne, zum Club gehört, der im Buch beschrieben ist.
Auf Seite 135: „Seit einigen Jahren gibt es zum Glück neue Studien und Bücher zum Thema Asexualität, wenn auch meistens im englischen Sprachraum …“
Was ist unsere Bücherliste? Leberwurst? Selbst wenn eins die nicht findet oder zu veraltet findet, reicht es aus, bei einem Online-Buchhandel der Wahl „Asexualität“ zu suchen und einige Sachtexte und Belletristik ausgeworfen zu bekommen. Genauso fehlt ein Hinweis auf die mit viel Liebe und Zeit ehrenamtlich erstellten a*spec Podcasts. Ist ja nicht so, als hätte das Buch am Ende nicht 9 (!) freie Seiten, auf denen „Zum Weiterlesen und -hören“ stehen könnte.
Desgleichen Seite 207 über alternative Beziehungsformen: „Die aromantische Community hat viele Konzepte entwickelt, die nicht nur für sie selbst, sondern für alle Menschen bereichernd sein können.“
Ist die aro Community damit dem „Kein Bock Club“ zuzurechnen? Ich bin mir nicht sicher. Einerseits schön, dass die aro Community separat genannt wird, andererseits erscheint es mir ein wenig wie die Reproduktion von Ausschlüssen. Statt Aros zu vereinnahmen, wie oft an der ace Community bemängelt, dürfen sie gar nicht mitspielen oder sind nur als Stichwortgebende erwünscht.
Insgesamt fühlt es sich beim Lesen nicht so an, als hätte da wer großen Bock auf die a*spec Community. Dazu sind wir eventuell nicht cool genug – wir sind insgesamt eher nerdig drauf und haben Mastodon statt Tiktok! Außerdem posaunen wir manchmal Informationen über loveless und aplatonische Personen raus, die nicht zum Plädoyer für die kuschelige Friendzone passen.
Konzepte abgreifen geht also, aber die Quellen und damit die jahrelange Wissensproduktion in der Community zu würdigen, scheint nicht nötig. Was es dann erschwert, sich mit allen anderen im „Kein Bock Club“ zu verbünden, die nicht ace sind, sondern aus anderen Gründen dauerhaft oder zeitweilig keine oder wenig oder selten Lust auf Sex haben. Obwohl es dringend nötig wäre.
Zurück bleibt ein ambivalentes Gefühl: Ein informatives Buch, das ein wenig Solidarität vermissen lässt. Gefühlt irgendwie typisch für die Zeit seit 2020.
Geschichten aus dem gray-ace und grausexuellen Spektrum sind selten. Umso größer war unsere Freude, als uns die Bitte erreichte, grausexuelle Memoiren auf unserer Seite teilen zu dürfen.
Dabei bitte aufgepasst: Es geht mit einem Kopfsprung in die Lebensrealität eines schwulen Ledermannes, daher stellen wir diesem langen Text einige Inhaltswarnungen voraus. Bitte schaut sie euch gut an und entscheidet dann, ob und in welcher Situation ihr das lesen möchtet. Dennoch findet ihr hier keine erotischen Szenen.
Der Text steht außerdem unter Urheberrecht. Fair zitieren dürft ihr natürlich, aber Kopieren und Einfügen in größerem Stil ist auch für nichtkommerzielle Zwecke verboten.
Inhaltshinweise: Nennung und Beschreibung von sexuellen Praktiken v. a. aus der schwulen Lederszene, Wiedergabe von Vorurteilen gegenüber introvertierten Personen, Wiedergabe von Vorurteilen gegenüber Personen auf dem Autismus-Spektrum, Wiedergabe von Vorurteilen gegenüber asexuellen Personen.
Der Text ist autobiographisch. Insofern wird er nicht immer die offiziell vertretene Meinung von AktivistA n.e.V. oder sonst einer Organisation wiedergeben.
Neuer Herbst, neue Ace Week! Sie dauert dieses Jahr vom 19. bis zum 25. Oktober.
Wir haben ein paar Hinweise für euch und eine Überraschung für euch geplant.
Was ist die Ace Week?
Die Ace Week gibt es seit 2010. Damals hatte sie den Titel „Asexual Awareness Week“. Das meint eine Woche, um besonders auf das asexuelle Spektrum aufmerksam zu machen. Seitdem ist einiges passiert: Mittlerweile ist „ace“ eine anerkannte Abkürzung für das asexuelle Spektrum. Nicht nur wir empfinden es als inklusiver, deswegen wurde der erste Teil des Titels geändert.
Und es geht um noch viel mehr, als auf uns aufmerksam zu machen. Die Frage nach der „Awareness“ ist in den Hintergrund gerückt und deswegen aus dem Titel verschwunden. Längst sind wir mit reiner Sichtbarkeit nicht mehr zufrieden. Wir kritisieren gesellschaftliche Normvorstellungen und fordern eine Gesundheitsversorgung, die Asexualität nicht als einen Krankheitswert an sich betrachtet.
Anderweitig könnt ihr uns und unsere Arbeit mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende unterstützen. Wir sind gemeinnützig, die Spenden könnt ihr daher von der Steuer absetzen.
In dieser Woche ist auch Zeit für Vernetzung und für Diskussionen untereinander. Und vielleicht auch ein bisschen Platz zu feiern.
Was wird los sein?
Auf dem Aspec*German-Discord ist wieder einiges Programm. Beim Aktivismus-Austausch am Dienstag 21.10. um 20 Uhr wird auch wer von AktivistA dabei sein und sich löchern lassen. (Link zum Mastodon-Post. Auch, falls der Alt-Text nicht funktioniert.)
Offline hat @paqtkoeln am 25.10. eine Aspec-Demo in Köln angekündigt! Demonstrierende treffen sich am Neumarkt um 14 Uhr.
Wir haben für den Sonntag einen längeren Post geplant und werden uns außerdem mit einem Sachbuch auseinandersetzen, das seit einer Woche durch jeden Kanal zu geistern scheint.
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