
A*specMed sind eine kleine Gruppe von Personen, die sich für die Schnittstelle von Medizin und den A-Spektren interessieren. Vor allem also für Personen auf den aromantischen und asexuellen Spektren. Seit letzten Herbst ist ihr erstes größeres Projekt fertig: Der Flyer „Gynäkologie und Asexualität“.
Insgesamt ist für queere Menschen der Besuch bei Frauenärzt*innen manchmal recht unangenehm: So treffen sie beispielsweise auf Misgendering und Vorurteile über die „richtige“ Art und Menge von Sex. Asexuelle Frauen, die nicht sexuell aktiv sind, sehen zudem oft den Grund nicht, für diese Art Termin Zeit aufzuwenden. Daher gibt es von A*specMed jetzt einen Flyer, der erklärt, was bei so einer gynäkologischen Sprechstunde passiert und wozu sie gut ist außerhalb von Schwangerschaften und deren Verhütung.
Ihr findet die PDF bei A*specMed auf der Homepage. Prints könnt ihr in übersichtlichen Mengen bei uns bestellen. Dazu bitte die Kontakte auf unserer Gedrucktes-Unterseite nutzen.
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Bildquelle: By CFCF – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51268060

Gynäkologische Untersuchungen sind allein schon wegen der Krebsvorsorge unvermeidbar. Die größte Herausforderung ist es aber leider, eine Gynäkologin zu finden, die Asexualität kennt und akzeptiert. Und die auch versteht, dass man dann bei der Untersuchung viel vorsichtiger und einfühlsamer sein muss, als eventuell bei einer sexuell aktiven Person. Ich rate auch dringend ab, zu Männern zu gehen. Ich hatte letztendlich großes Glück, am Ende eine solche gefunden zu haben, jedoch ist die Sprechstunde immer überfüllt und es ist schwer, Termine zu bekommen. Deshalb wäre es wichtig, dass auch alle Gynäkologen sensibilisiert werden.