Schlagwort: CSD

Windig, aber kein Durchzug

 

Letzten Samstag hatten wir also beim Freiburger CSD einen Infostand. Statt dem für das Breisgau zu erwartenden Saunafeeling war es im Schatten kühl und ziemlich windig, sodass wir unsere Flyer trotz neuer lila Glassteinchen mit Gummis sichern mussten.

Während der Demoparade (von 13 bis 17 Uhr) war es auf dem Stühlinger Kirchplatz recht ruhig, dafür machte der Name „Familienfest“ dem Ganzen alle Ehre – hier waren gefühlt mehr Eltern mit Kindern unterwegs als in Karlsruhe, was sicher auch daran lag, dass wir an einem Weg und nicht in einer ruhigen Ecke platziert waren. Andererseits pustete uns deswegen die Musik zwischenzeitlich die Ohren weg.

Die Anfahrt hatte sich dennoch gelohnt, da das Publikum zahlreich war. Mit einem derartigen Andrang hatten die Veranstalter*innen offenbar nicht gerechnet. Allein an der Demoparade nahmen geschätzt 10’000 Menschen teil. Der einzelne Foodtruck und die fünf Dixiklos auf Platz waren daher ab 18 Uhr komplett überlastet.

All dies trübte jedoch die Laune nicht, da dieses Publikum zumeist sehr interessiert war – trotz des Windes standen also die Ohren bei den wenigsten auf Durchzug.

Fazit: Wir kommen wieder.

 

CSD Karlsruhe 2018

Am Samstag war also Christopher Street Day in Karlsruhe. Aber wie das so ist: Die Arbeit fängt vorher an, vor allem, wenn mehrere Gruppen zusammen auf der Demo laufen wollen. Wir hatten mit Bi-in-BW drei Planungstreffen und einen Bastelnachmittag:

Pünktlich zur CSD-Saison waren auch unsere neuen Broschüren angekommen, die wir dann mit einem motivierten und farblich passenden Team am Samstag am Stand verteilten.

In der Wunderkugel nebenan befanden sich die gesammelten Bi- und Pan-Gruppen von Bi-in-BW:

Neben dem Aufbau der Zelte war auch noch ein Lastenrad zu dekorieren:

Fertig und mit wirklich sympathischer Besatzung sah das dann vor vorne so aus:

Und selbige Besatzung fotografierte denn auch gleich die Truppe von hinten. Wir waren mindesten zwanzig Personen plus Spontananschlüsse. Hier Danke auch für die anderen Bilder!

Wir sind auf der Stecke gut Flyer losgeworden – die zwei Stunden bei knapp dreißig Grad und in praller Sonne haben sich also gelohnt.

Am Stand hatten wir mittlerweile viel Publikum, das uns schon kannte oder zumindest mit der Flagge was anfangen konnte. Liebe Merchandiser: Es würde sich lohnen, Zeugs mit unserer Flaggendeko herzulegen.

 

 

 

Überlebenshinweise für Demo-Paraden

Der CSD Berlin nähert sich mit großen Schritten, und Stuttgart ist auch nicht mehr weit hin.

Zur Erinnerung: Treffpunkt für Berlin ist am Samstag, 22. Juli um 11:15 Uhr vor der Botschaft der Republik Ecuador, Joachimsthaler Straße 10-12. U-Bahn-Station Kurfürstendamm, Ausgang Joachimsthaler Straße.

Sollte wer in Stuttgart dabei sein wollen, pingt uns bitte über unser Kontaktformular an. Dort geht’s am 29. Juli ab 14 Uhr mit der Aufstellung los.

Für alle, die noch nie bei so etwas dabeiwaren, einige Hinweise.

  1. Es dauert. Ihr wartet mindestens eine Stunde, bis es losgeht, und dann müsst ihr eher drei statt einer Stunde laufen. (Offiziell laufen wir um 12:30 los und treffen frühestens um 14 Uhr auf der Partymeile ein.
  2. Toiletten sind Mangelware.
  3. Bringt ausreichend Getränke und Snacks mit. Wir haben einen Handwagen, um solcherlei zu transportieren.
  4. Wenn ihr asexy Accessoires habt, bringt sie mit. Egal, ob bettlakengroße Flagge oder winziger Pin, Hauptsache schwar-grau-weiß-lila.
  5. Beachtet das Wetter: Je nach Vorhersage und Himmel am betreffenden Tag: Vorher mit ausreichend Sonnencreme einschmieren. Empfindliche Personen tragen am besten eine Kopfbedeckung, denn Schatten bekommt ihr unterwegs wenig. Bei Regen: Schirm und/oder passende Jacke. (Für Brillenträger*innen ist auch hier ein Hut echt Gold wert.)

Treffpunkt CSD Berlin 2017

Die Route für die Demo am 22. Juli steht nun fest und Treffpunkt und -zeit für unsere Fußgruppe ebenfalls: Wir sehen uns um 11:15 Uhr vor der Botschaft der Republik Ecuador, Joachimsthaler Straße 10-12.
Kommet in Scharen, lasst uns Asexualität beim Berliner CSD sichtbar machen!

 

Heißes Pflaster

Sie wächst mit jedem Jahr – die asexuelle Fußgruppe für den Berliner CSD. Gestern brachten wir es zwischenzeitlich (nicht alle liefen die gesamte Strecke) auf zehn Personen.
Nachdem wir uns etwas zu kurz vor dem Start (im nächsten Jahr sollten wir uns eher treffen) in den Zug eingefädelt hatten, wurden wir zunächst unangenehm geschoben: Direkt hinter uns befand sich der Truck vom Berliner CSD e.V. / Enough is Enough, der vorwärts fuhr, wenn es nur ging, statt uns und den anderen Gruppen etwas Vorsprung zu lassen; die ihn mit einem Seil absichernden Ordner trieben uns beständig an, schneller zu laufen und schienen außerdem die gesamte Veranstaltung nicht allzu ernst zu nehmen.
Nachdem wir uns ein wenig hatten zurückfallen lassen, wurde es besser, wir hatten mehr Platz, konnten mit dem Verteilen unserer Flyer beginnen und unsere Flaggen und Schilder zeigen. Blicke zog vor allem unser neues Transparent mit der Definition „Asexualität: keine sexuelle Anziehung“ auf sich, es wurde vielfach fotografiert. Die Mitlaufenden waren hervorragend vorbereitet, hatten sich in Flaggenfarben gekleidet und gebastelt. Erstmals hatten wir einen Bollerwagen dabei, der all unsere Lasten transportierte, allerdings im anfänglichen Gedränge selbst eine Last war. Dass einige an Sonnencreme gedacht hatten, war sehr weise.
Kurz vor dem Brandenburger Tor stellten wir uns an den Rand, um die anderen an uns vorbeiziehen zu lassen und auf die Weise selbst noch ein bisschen was zu sehen. Es ist doch immer wieder unglaublich, wie laut die Musik auf den großen Trucks ist – dass der Zug in einen leisen und einen lauten Abschnitt aufgeteilt wird, ist wahrlich eine gute Idee.
Nun aber ein paar Bilder. Gesichter von Nicht-Vereinsmitgliedern sind unkenntlich gemacht, da sie nicht gefragt wurden, ob sie zu sehen sein möchten. (mehr …)

Unvergesslicher Abend im Andersraum Hannover

Am Montag, den 02.05.2016, durfte ich den ersten Vortrag im Rahmen der Kulturtage, welche dem CSD Hannover vorausgehen und dieses Jahr viele spannende Vorträge auf der Agenda haben, im Andersraum Hannover halten. Der kleine, gemütlich anmutende Raum füllte sich sehr rasch und es mussten sogar ein paar Stühle dazugestellt werden. Das große Interesse am Thema merkte ich zudem schnell durch viele Rückfragen und Anmerkungen, die den Vortrag sehr interaktiv und dynamisch werden ließen. Dabei wurde auch häufig weitergedacht und Diskussionen über den Unterschied von Gender und sexueller Orientierung bei der Betrachtungsweise einzelner Aspekte, aber auch über divergierende romantische und sexuelle Anziehung bei Allosexuellen* kamen auf. Einige Fragen brachten mich zum Nachdenken und bescherten mir somit neue Ideen für zukünftige Vorträge.

Vielen Dank an das Team vom Andersraum für die Einladung und den herzlichen Empfang!

Besonders bedanken möchte ich mich beim „Publikum“, welches mir durch sein Interesse und seine Dynamik einen sehr konstruktiven und unvergesslichen Abend beschert hat! Erwähnen möchte ich auch die Präsenz von Vertreter_innen der Stammtische in Hannover und Bielefeld, deren Engagement Fahrt aufzunehmen scheint.

*Eine Person ist allosexuell, wenn er_sie sexuelle Anziehung gegenüber anderen Menschen verspürt. Damit ist allosexuell das Gegenteil zu Asexualität

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Eine tropische Angelegenheit: CSD Freiburg 2015

Am Samstag, den 18. Juli war AktivistA mit einem Infostand auf dem CSD Freiburg präsent. Die erste halbe Stunde regenete es, sodass wir, nachdem dann doch die Sonne herauskam, in entsprechendem Dampf standen, der nur durch die Bäume auf dem Stühlinger Kirchplatz etwas gemildert wurde.

Von 13 Uhr bis kurz nach 15 Uhr konnten wir etwa ein Dutzend längere Gespräche führen und doppelt so viele Broschüren verteilen. Eine Journalistin von SWR2 hatte ihren Besuch angekündingt und führte ein nettes Interview mit uns, zwei weitere Journalistinnen nahmen sich Infomaterial mit. Insgesamt erwiesen sich die Freiburgerinnen als relativ gut informiert, was auch den Sichtbarkeitsbemühungen unseres Kollegen geschuldet war.

Zwei ungewöhnliche Reaktionen müssen hier aber doch erwähnt werden:

„Das liegt aber nicht an der Größe, oder?“

Eine Nachfrage bestätigte, dass di*er Betreffende tatsächlich die mangelnde Größe von Genitalien als Ursache von Asexualität vermutete, nach dem Motto: Die wollen zwar, aber können aufgrund ihrer Konfiguration nicht. Tatsächlich ist es aber so, dass die meisten von uns zwar könnten, aber nicht wollen.

Eine weitere Person wetterte über die Allgegenwärtigkeit von Sex in der Medienlandschaft und Öffentlichkeit. Leider können wir hier nicht weiterhelfen: AktivistA ist kein Verein zur moralischen Verbesserung(?) und wird zwar, wenn nötig, Sexismus ansprechen, aber sicher keine*n ermahnen, nicht nur an „das Eine“ zu denken. AktivistA versucht lediglich die Sichtbarmachung einer seltenen sexuellen Orientierung.

Nach fünfzehn Uhr gab es kaum noch etwas zu tun, denn fast alle, die sich vorher auf dem Platz getummelt hatten, zogen mit der vierstündigen Demoparade durch die Innenstadt.

Leider lud der Stühlinger Kirchplatz selbst nicht zum Verweilen ein, weil nur der Dönerstand drei Bierbänke mit Sitzgelegenheiten aufgebaut hatte. Alle anderen mussten mit den wenigen Bänken oder der feuchten, sonnenbeschienenen Wiese vorlieb nehmen. Zurück blieben neben uns noch einige andere gelangweilte Standbesetzungen, sodass wir gegen 18 Uhr zusammenpackten und uns auf den Weg zurück nach Norden machten.

Latschen für die Sichtbarkeit

Gestern, am 27. 6. 2015, fand der Berliner CSD statt und auch in diesem Jahr war eine asexuelle Fußgruppe am Start.
Am vereinbarten Treffpunkt stellten sich drei Mitglieder von AktivistA und vier weitere Personen mehr oder weniger pünktlich ein. Nach einigem Gerenne erreichten wir den vorderen Teil des Zuges, der für Fußgruppen reserviert war, und fanden uns in Nachbarschaft von ENOUGH is ENOUGH und dem Bisexuellen Netzwerk wieder. Der Himmel war die meiste Zeit über bedrohlich dunkel, nass wurden jedoch weder wir noch die kostbaren Flyer. Was den Papierkram betrifft, hatten wir die benötigte Menge dieses Jahr annähernd richtig geschätzt (nachdem es im letzten Jahr bei Weitem nicht gereicht hatte), am Ende blieb ein kleines Bündelchen übrig.
Bei den Reaktionen der Zuschauer_innen auf uns reichte die Skala von „Asexuell? Oah näh!“ über „Aber wir sind doch alle Menschen und derartige Kategorien sind überflüssig!“ bis hin zu „Ich möchte unbedingt einen Flyer von euch haben“. Eine positive Überraschung erwartete uns in der Nähe des Brandenburger Tors: Aus dem Publikum ragte eine asexi Flagge auf und die Menschen am unteren Ende der Stange schlossen sich uns für den letzten Teil der Strecke spontan an. Es handelte sich um eine weitere Handvoll asexueller Menschen mit heterosexueller Ally-Begleitung und mit passenden Outfits.
Im Folgenden ein paar Bilder:

(mehr …)

Termine 2015

Auch dieses Jahr wird AktivistA auf verschiedenen CSDs anzutreffen sein, wenn nichts dazwischen kommt. Folgende Termine könnt ihr euch schon mal vormerken:

30.05.15Karlsruhe CSD-Familienfest (Infostand)

13/14.06.15Stuttgart CSD-Sommerfest (Infostand)

27.06.15Berlin CSD-Parade (Fußgruppe)

18.07.15Freiburg CSD (Infostand)

28.08.15AKTIVISTA 2015 (überregionales Treffen in Stuttgart)

Ihr seid natürlich herzlich dazu eingeladen, bei diesen Veranstaltungen vorbei zu schauen. Wir würden uns freuen!

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