Kategorie: Aromantik

Stuttgart Pride 2022: Muskelkater, Schweiß, Glück

Bevor alles anfing, sorgte die  IG CSD Stuttgart e.V. für Verwirrung, indem sie den CSD einfach mal in „Pride“ umbenannte. Zum Trost könnte sich eins mit dem Pride-Wein betrinken, der dieses Jahr auch ein Aro-Etikett zu bieten hat.

Die konkreten Vorbereitungen für den Stuttgart Pride begannen freitags mit einer Demoschild-Balstelaktion, weshalb ich schon am Samstag leichten Muskelkater hatte, bevor es überhaupt losging.

Ohne Gaffer und Kabelbinder geht nix. Ohne hinterher fegen auch nicht.
Das alte Wischmoppschild passt nicht mehr zum Untertitel.
Luftballonchaos. Merke: Besser keine aufgepusteten Ballons im Auto transportieren, wenn nur eine Person zum Reinstopfen da ist.
Der Handwagen von hinten.
Eins der fertigen Schilder mit politische Forderungen.
Der Handwagen während der Kundgebung, leicht derangiert.

Danke an alle, die ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben!

Wer sich die Demoparade-Überdosis geben will, findet hier das Video vom Livestream. Wir erscheinen sehr kurz bei 1:16:55 bis 1:17:22.

Außerdem noch Demo-Eindruck und Gruppenbild von @sydneypicturedump.

Das Stop-and-Go mit dem Wagen (bzw. mit Flagge oder mit Schild oder mit Flyerverteilen) strengte doch mehr an, als eins vermuten sollte. Dabei war für manche von uns das Wochenende aber noch nicht zu Ende. Sonntag ging es weiter: morgens Flyer sortieren, dann Auto bepacken, Stand aufbauen und knapp sieben Stunden lang in wechselnder Besetzung betreuen. Selbiger Besetzung noch einmal ein dickes, fettes Dankeschön! Ihr habt mit mir ganz schön geschwitzt. An dieser Stelle der Kirchstraße wehte nämlich kaum ein Lüftchen und die Sonne knallte bei gut 30 Grad Celsius so vom Himmel, dass sogar mein Hütchen eine Wäsche brauchte.

Witzigerweise gingen die Armbänder diesmal nicht so gut weg, aber wir konnten neben unserem Infomaterial noch zahlreiche Buttons, Pins und Flaggen unter die Leute bringen.

An der Glücksradaufschrift müssen wir mittlerweile auch drehen …

Und zu allerletzt: Video. Mit Flaggensammlung.

Hach. Schön war’s.

Glossar überarbeitet

Dank tatkräftiger Hilfe von Vereinsmitgliedern und Menschen auf dem Aspec*German-Discord kommt unser Glossar nun erneuert und hoffentlich noch verständlicher daher. Vielen Dank!

Die im deutschsprachigen Raum gängigsten Begriffe in Sachen asexuelles und aromantisches Spektrum findet ihr hier.

Da die Pandemieeindämmung nun keine sommerlichen Großveranstaltungen mehr verbietet, können Menschen aus dem Stuttgarter Raum ihr Wissen gleich an unserem Infostand dort am 31.7. testen — wir wollen das Glücksrad mitbringen.

 

Es wird CSD Stuttgart

Wir haben vorgesorgt: Flaggen, Armbänder und Pins sind hoffentlich diesmal ausreichend da.

Wie der Titel schon sagt: Wir haben am CSD-Wochenende in Stuttgart einiges vor. Nachdem die Verlegung auf den Schlossplatz letztes Jahr einen mittleren Reinfall darstellte, ist 2022 die klassische Aufteilung geplant. Am Samstag, den 30. Juli, freuen wir uns auf die Demo-Parade. AktivistA hat eine Fußgruppe angemeldet, zu der auch aromantische Personen herzlich willkommen sind.

Außerdem haben wir einen Infostand bei der CSD-Hocketse angemeldet. Das heißt, am Sonntag, den 31. Juli planen wir, ahnungslose Vorbeispazierende mit unserem Glücksrad zu ködern, Pins, Buttons, anderen Merchandise, Aufkleber und Broschüren unters hoffentlich geneigte Volk zu bringen. Wir freuen uns auf euren Besuch!

Vorab-Infos findet ihr auf der Seite des Stuttgart Pride, sowohl zur Demo als auch zur Hocketse.

Schönen Pride Month!

Da sich immer im Juni der Stonewall-Aufstand jährt, ist Juni der „Pride Month“. Ein Monat, um sich auf Menschen zu fokussieren, die nicht heterosexuell, nicht cisgeschlechtlich und/oder nicht dyadisch sind. Ein Monat, um gemeinsam zu feiern, was politisch an Gleichstellung erreicht wurde, und darüber nachzudenken, was noch fehlt.

AktivistA n.e.V. allerdings hat außer dem Infostand zum CSD Karlsruhe am 4. Juni nicht viel Pride im Juni vor. Immerhin planen wir noch eine Konferenz im September. Außerdem solltet ihr uns mindestens noch in Stuttgart mit einem Infostand am 31. Juli finden.

Linkspämmchen Community und Zusammenhalt

Der ersten Vorsitzenden in der letzten Zeit positiv aufgefallen ist die neueste Folge des QueerKram-Podcasts über Bisexualität. Das ist wahrscheinlich die erste Folge selbigen Podcasts, die Asexualität erwähnt.

Auch anderswo liegt der Fokus oft auf Schwulen und seltener auf Lesben, trans und bi+ Menschen, ganz abgesehen von Aces und Aros. „Die Schwulen dürfen jetzt heiraten“, was wollen wir also noch? Disbezüglich pfiff Zaunfink zum Thema gleiche Rechte. Nicht unbedingt ans Heiraten hingegen dachten InSpektren, die über Queerplatonische Beziehungen podcasteten.

Ein bisschen Feierliches wollen wir euch auch auf den Weg geben. Die Aktion 100% Mensch hat vor Kurzem „Not Alone“ veröffentlicht. Der Song feiert queeren Zusammenhalt und bittet um Solidarität mit der Ukraine und deren queerer Community.

Die Ace- und die Aro-Flagge sind wie die Bi-Flagge leider nur kurz im Bild. Und damit stellen sie in etwa das dar, was schon passiert ist, und das, woran wir — alle miteinander — noch arbeiten können/müssen/sollen.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen wunderbaren und erfolgreichen Pride Month!

 

 

 

 

ETA: Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ich „nicht alloromantische Personen“ in meiner Auflistung zu feiernder Menschen vergessen habe. Ich bitte um Verzeihung, das war keine Absicht, sondern reine (unschöne) Gewohnheit. Fazit: Ist wirklich noch viel Arbeit. Nicht zuletzt im eigenen Kopf.

CSD Karlsruhe, wir kommen

Nachdem letztes Jahr nur eine Demo stattfand, ist 2022 in Karlsruhe wieder ein Familienfest für den CSD angesagt.

Am 4. Juni kommen wir mit einem Infostand auf den Karlsruher Marktplatz und freuen uns auf Besuch von euch! Neben Infos über das asexuelle Spektrum haben wir nun auch eine aromantische Grundausstattung im Gepäck.

Details zum Event gibt es auf der Internetseite des CSD Karlsruhe e.V.

Das Motto „Queer ist kein Hobby“, soll dieses Jahr vor allem auf die Bedürfnisse von queeren Jugendlichen aufmerksam machen. Aber auch für Erwachsene ist ihre sexuelle Orientierung oder ihre geschlechtliche Identität nichts, was sie zum Feierabend ablegen können wie Berufskleidung.

Zwecks standesgemäßer Freizeitgestaltung können wir verlautbaren, dass wir für die Benefiz-Verlosung des CSD-Vereins Bücher von unserem Vereinsmitglied Carmilla DeWinter bereitstellen wollen. Alle drei enthalten Aces bzw. Aroaces: Die A-Karte, Lokis Fesseln und Albenzauber.

Beim CSD Karlsruhe haben wir erstmals Aro-Merch im Gepäck, und außerdem gibt es was zu gewinnen.

Nun bleibt uns nur noch, auf uns gewogene höhere Gewalten und gutes Wetter zu hoffen, nachdem wir letztes Jahr fast weggeschwommen sind …

 

 

 

IDAHOBITA / IDAQ

Ist möglicherweise ein Cartoon von eine oder mehrere Personen und Text „Internationaler Tag gegen Queerfeindlichkeit LGBTQIA+ AktivistA“

Heute ist der Internationale Tag gegen Queerfeindlichkeit! Häufig auch bekannt als IDAHOBIT(A+), also International Day Against Homo-, Bi-, Inter- and Transphobia. Dieser Aktionstag hat nach und nach immer mehr Buchstaben dazu bekommen, los ging es mal, je nachdem wo man nachschlägt, nur mit dem „H“, oder auch noch dem „T“. Leider fällt das „A“, auch innerhalb der queeren Community, oft hinten runter. Wir wissen also genau, wie blöd es ist, wenn mensch sich in den Buchstaben nicht wiederfindet. Deshalb haben wir uns für die Bezeichnung „Internationaler Tag gegen Queerfeindlichkeit“ entschieden.

Feindlichkeit gegen Menschen auf dem asexuellen Spektrum sieht nicht unbedingt so aus, wie das, woran Menschen bei Worten wie Homophobie oder Transphobie denken. Ähnliches gilt für Menschen auf dem aromantischen Spektrum.

Trotzdem gibt es Anfeindungen, Ausgrenzung und Diskriminierung gegen Menschen im Aspec*. Nur so viel zur Illustration: Nach Zahlen aus der Ace Community Survey von 2019 trauen sich über 50 % alles Aces nicht sich bei ihren Familien zu outen, aus Angst vor negativen Reaktionen. Das sollte deutlich machen, warum auch Menschen aus dem Aspec beim Internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit mit bedacht werden müssen.

Ein Sachbuch ließ sich lange nicht so gut lesen

Nachdem wir bisher meistens Romane vorgestellt haben, heute mal ein Sachbuch. Anfang Januar ist „[Un]sichtbar gemacht. Perspektiven auf Aromantik und Asexualität“ erschienen, herausgegeben von Annika Baumgart und Katharina Kroschel, online auch bekannt als ace_arovolution.

Das Buch "(Un)sichtbar gemacht. Perspektiven auf Aromantik und Asexualität"
„[Un]sichtbar gemacht. Perspektiven auf Aromantik und Asexualität“ von Annika Baumgart und Katharina Kroschel
Der Verein hat ein Rezensionsexemplar angeboten bekommen und da haben wir doch direkt zugegriffen. Und passend zur Aro-Week kommt nun die Rezension.

In aller Kürze lässt sich sagen: Ich kann das Buch allen Menschen nur wärmstens ans Herz legen! Es hat eigentlich für alle Interessengruppen was zu bieten. Für Menschen die sich selbst auf dem Aspec verorten, für Allys und solche die es werden wollen, für Menschen, die ein akademisches Interesse am Thema haben…Alles in allem gebe ich dem Buch 5 von 5 Froschgrüne-Kuchenstücke.

Zum Aufbau des Buches

Das Buch ist insgesamt in fünf Teile untergliedert: Grundlagen, Geschichte, Diskriminierung, Beziehungsweisen und Aromantische und Asexuelle Symbole. Jeder dieser Teile besteht aus einer Vielzahl von Unterkapiteln, die in der Regel nicht länger als zwei oder drei Seiten sind. Dadurch lässt sich das Buch gut Häppchenweise lesen. Zwischen den einzelnen Kapiteln eingestreut sind immer wieder Texte von Menschen, die sich auf die eine oder andere Weise auf dem Aspec verorten und ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken teilen. Obwohl es also ein Sachbuch ist, hat es durch die selbstverfassten Texte auch eine gewisse literarische Komponente.

Mit den Unterkapiteln verbindet sich ein erster Kritikpunkt, was die Handhabung des Buches betrifft. Es gibt immer wieder Verweise auf bestimmte Kapitel, in denen Aspekte näher vertieft werden, die an der aktuellen Stelle nur angetippt werden. Aber da das Inhaltsverzeichnis nur die Hauptteile aufführt, blättert mensch sich ziemlich nen Wolf, um den Verweisen zu folgen. Da wäre es für die nächste Auflage hilfreich entweder das Inhaltsverzeichnis zu überdenken, oder die Verweise um die entsprechenden Seitenzahlen zu ergänzen.

Ein paar Worte zum Inhalt

Als Historikerin kann ich sagen, dass mich besonders der Geschichtsteil sehr begeistert hat. Zumal queere Geschichtsschreibung immer ihre Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Sprache, die wir heute verwenden hat sich meist erst in den letzten 150 Jahren entwickelt (wenn überhaupt), die Empfindungen und Orientierung sind aber natürlich so alt wie die Menschheit. Besonders spannend fand ich persönlich hier den Verweis auf die Antike, in der bereits unterschiedliche Formen von Liebe unterschieden wurden, und die so einen Anschlusspunkt für das moderne Split-Attraction-Model bietet.

Recht schwer fiel mir hingegen die Lektüre des Teiles zur Diskriminierung. Als Person die selbst aroace ist, hat es mich ziemlich runtergezogen hier so detailliert all die belastenden Aspekte und Diskriminierungsformen vor Augen geführt zu bekommen. Und wenn ich nicht diese Rezension zum Ziel gehabt hätte, hätte ich den Abschnitt wahrscheinlich übersprungen – zumindest für den Moment. Menschen die alloromantisch und allosexuell sind lege ich ihn hingegen sehr ans Herz. Gerade auch innerhalb der queeren Community, da er sehr deutlich macht, wie vielfältig Diskriminierung sein kann. Leute die sich selbst im Aspec verorten möchte ich zumindest darauf hinweisen, dass das nicht gerade leichte Kost ist.

Nach den fünf Hauptteilen finden sich dann noch Verweise auf Ressourcen und ein Glossar. Ebenfalls fast als Glossar lässt sich die umfangreiche Übersicht an (ausgewählten) Labels und Mikrolabels bezeichnen, die sich bereits im Grundlagenteil findet (S. 24-29). Was die Definitionen der Labels betrifft, wird es sicherlich an einigen Stellen innerhalb der Community Meinungsverschiedenheiten geben. Aber da halte ich mich mal raus. Es wird von den Herausgeber*innen deutlich gemacht, dass die Begrifflichkeiten zum Teil noch im Fluss sind oder es verschiedene Definitionen gibt. Damit kann ich gut leben, da muss ich nicht wegen ein paar Feinheiten, die ich vielleicht persönlich anders sehe jemandem einen Strick draus drehen.

Ein bisschen was zu meckern gibt’s immer

Die Ressourcen bringen mich zum Abschluss aber noch zu einem weiteren, und auch etwas persönlichem, Kritikpunkt. Und zwar wird an verschiedenen Stellen (zu Recht) festgestellt, dass es bisher wenige deutschsprachige Informationen und Ressourcen zu Asexualität, Aromantik und den jeweiligen Spektren gibt. Diverse Sachen, die es aber trotz allem gibt, werden nicht genannt.

Etwas frustrierend war hier, dass es zwar einen kurzen Hinweis auf AktivistA gibt (S. 81f), aber mit keiner Silbe darauf hingewiesen wird, dass wir seit Jahren Flyer und Broschüren herausgeben und die kiloweise im ganzen Land verschicken. Vielleicht auch für uns im Jahr unseres zehnjährigen Bestehens ein Anlass unsere Kommunikationsstrategie innerhalb der Community mal zu überdenken.

Ähnlich schade fand ich, dass das Queer Lexikon, dass ebenfalls schon lange gute Informationen zum Thema verbreitet gar keine Erwähnung gefunden hat.

Wünsche für die zweite Auflage

Und auch sonst hätte ich ein paar Ergänzungen für die Ressourcenseiten. Wobei es sich hier jeweils um Veröffentlichungen handelt, die noch nicht so lange in der Welt sind. Ich gehe mal davon aus, dass das Fehlen eher Corona-bedingten Verzögerungen im Erscheinen des Buches geschuldet ist.

Jedenfalls würde ich mich bei einer 2. Auflage freuen auch auf „Das asexuelle Spektrum. Eine Erkundungstour“ von Carmilla deWinter hingewiesen zu werden. Ein deutschsprachiges Sachbuch, dass nach diversen Pandemiehürden seit Anfang März 2021 auf dem Markt ist. Oder bei den Online-Ressourcen zu Aromantik auf den Blog AktivAro, der seit Anfang Mai 2021 zahlreiche Beiträge zu Aromantik auf Deutsch online gestellt hat. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, und sich auch belletristische Hinweise finden, wäre da dann noch die Anthologie „Beweisstück A“ zu nennen, die von Carmilla deWinter und Carmen Keßler herausgegeben wurde und eine reiche Sammlung an Kurzgeschichten aus dem Aspec bietet.

Nachdem das Fazit im Grunde auch schon am Anfang des Textes stand, noch mal zum Schluss: Unbedingt empfehlenswert zu lesen, aber ein paar Wünsche für eine 2. Auflage bleiben noch offen.

Buntes Community-Programm für die Aro Week

Es dauert nicht mehr lang, dann beginnt die Aro Week. Sie findet jedes Jahr in der Woche nach dem Valentinstag statt, also diesmal vom 20. bis 26. Februar.

Ähnlich wie schon während der Ace Week, gibt es auch hier wieder ein buntes Programm von und für die Community auf dem Aspec* German Discord. Jeden Tag gibt es Lesungen, Diskussionsrunden oder sogar eine Podcast-Aufzeichnung, bei der mensch live dabei sein und Mäuschen spielen kann. Also schaut unbedingt mal vorbei 😉

Geplante Aktionen zur Aro Week 2022

Endlich auf Deutsch: Loveless von Alice Oseman

Nachdem wir 2020 die englische Version von Alice Osemans Loveless besprochen hatten, erreichte uns 2021 vom Loewe-Verlag eine erfreuliche Nachricht. Das Buch sollte auf Deutsch erscheinen. Ob AktivistA ins Verzeichnis nützlicher Adressen dürfte?

Natürlich haben wir zugestimmt. Und sogar ein Belegexemplar bekommen! Dies ist also das erste Mal in meinem Leben, dass ich (Carmilla) ein Belegexemplar rezensiere. (Eine weitere Vergütung dieser Rezension ist nicht erfolgt. Wir wurden außerdem nicht um Werbung gebeten.)

Ganz kurz noch mal: Worum geht es bei Loveless?

Die achtzehnjährige Georgia ist zum Schulabschluss noch ungeküsst. Im ersten Semester an der Uni will sie dringend etwas daran ändern. Schließlich möchte sie nicht Loveless sein — ohne Liebe. Dazu bittet sie ihre Mitbewohnerin Rooney um Rat. Alles gerät außer Kontrolle, als Rooney auffällt, dass Georgias bester Kumpel in sie verliebt ist. Rooney ermuntert Georgia, da etwas draus zu machen, obwohl Georgia (noch?) gar nicht zurückverliebt ist.

Kleine Kritteleien

Es gilt zu beachten, dass die Rezensentin häufiger dafür bezahlt wird, anderer Menschen Texte zu lektorieren oder korrigieren. Persönlich hätte ich als Lektorin um weniger Kursive und Großbuchstaben gebeten. Zudem lässt der Buchsatz im Print an Sorgfalt zu wünschen übrig.

Was erwartet die Lesenden?

Ihr bekommt eine asexuell-aromantische Selbstfindung:

Ich hatte mein ganzes Leben damit verbracht zu glauben, dass romantische Liebe auf mich wartete. Dass ich sie eines Tages finden würde und dass ich dann endlich glücklich sein würde.

So was habe ich auch mal geglaubt. Insofern ist das nicht nur ein Buch für Aces, sondern auch für solche, die vielleicht einen Stups in die Richtung aro und/oder ace brauchen. Und zuletzt für alle, die Romane mögen, in denen Freundschaften gefeiert werden.

Dazu serviert Oseman Irrungen fast Shakespear’schem Ausmaßes, viel Humor, kluge Gedanken über die Natur der Liebe und ein völlig unromantisches Happy End.

Der Stil ist locker-flockig. Oseman beherrscht ihre Spannungsbögen und zeichnet außerdem liebevoll runde Figuren, die ich einfach umarmen will.

Auch an der Qualität der Übersetzung ist nicht zu kritteln. Die lässt nicht ahnen, dass ein englisches Original dahintersteckt.

Formalia

Alice Oseman: Loveless: Wann endlich beginnt meine Story? Erhältlich überall im Buchhandel unter der ISBN 978-3-7432-1219-0 (Taschenbuch) oder ISBN 978-3-7320-1751-5 (ePUB).

Für mehr: Vorstellungsseite des Verlags.

 

Jetzt vorbereiten: Bald ist Aromantic Spectrum Awareness Week!

Neben der Ace Week gibt es seit einigen Jahren auch eine Aromantic Spectrum Awareness Week. Kurz: ASAW. Es ist eine Woche, um auf das aromantische Spektrum aufmerksam zu machen. Sie findet immer in der vollen Woche nach dem Valentinstag statt, als Gegenpol zur allgemeingültig erklärten romantischen Liebe. Dieses Jahr ist das die Woche vom 20. bis zum 26. Februar.

Nun sind nicht alle aromantischen Menschen asexuell, und nicht alle Menschen auf dem asexuellen Spektrum verorten sich auf dem aromantischen Spektrum. Wenn wir den großen Umfragen des Ace Community Survey Teams glauben dürfen, sind etwa 50 Prozent aller Aces gleichzeitig aro.

Ein Plakat für Aces und Aros, 2018 beim CSD Köln entdeckt.

Bislang haben wir darauf nur in Vorträgen und in der Broschüre hingewiesen. Höchste Zeit also, dass es auch separates Papier gibt.

Auf unserer Gedrucktes-Seite könnt ihr ein Info-Faltblatt bestellen. Außerdem gibt es neue Buttons.

Online findet ihr Informationen und Blogeinträge auf Deutsch bei AktivAro. Wir hoffen, dass wir demnächst in Kooperation einen weiteren Flyer auf die Beine stellen können.

Der Discordserver Aspec*German ist schon mitten in der Event-Planung für die AroWeek, ihr könnt dort gerne mitmachen bzw. teilnehmen. Mehr Infos gibt es im Kanal #event-planung.

Auf Englisch könnt ihr bei AUREA und der Webseite der ASAW weiterstöbern.

 

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