Schlagwort: Asexualität

Glossar überarbeitet

Dank tatkräftiger Hilfe von Vereinsmitgliedern und Menschen auf dem Aspec*German-Discord kommt unser Glossar nun erneuert und hoffentlich noch verständlicher daher. Vielen Dank!

Die im deutschsprachigen Raum gängigsten Begriffe in Sachen asexuelles und aromantisches Spektrum findet ihr hier.

Da die Pandemieeindämmung nun keine sommerlichen Großveranstaltungen mehr verbietet, können Menschen aus dem Stuttgarter Raum ihr Wissen gleich an unserem Infostand dort am 31.7. testen — wir wollen das Glücksrad mitbringen.

 

Zum Fest: Geschenke! Bzw. Geld zu beantragen

Das zweite Pandemiejahr hat uns als Verein einiges an Spontaneität abverlangt — da sind wir sicher nicht die Einzigen.

Wir hoffen, dass ihr das alles einigermaßen überstanden habt und hoffen, dass sich die Lage 2022 wieder etwas normalisiert. Gerade die Stammtische haben ja sehr unter den diversen Lockdowns und Zugangsbeschränkungen gelitten.

Für die Feiertage wünschen wir euch, dass ihr sie entspannt und in möglichst netter Gesellschaft verbringen könnt. Weihnachten ist für viele nicht-heterosexuelle Menschen ja teilweise sehr anstrengend.

Text im Bild: Frohe Weihnachten! Habt ein paar ace Tage, egal was ihr macht. — Danke an Lou für diese Grafik!

 

Passend zur Saison schalten wir auch ein neues Feature frei!

Manchmal hat unser Vereinchen mehr Geld, als wir ausgeben können. Wir haben oft einfach nicht genug Leute, die die Arbeit machen. Anderswo haben Menschen vielleicht gute Ideen für das asexuelle Spektrum, aber kein Geld und keine Lust, in einem Verein zu sein. Um diese zwei Interessen zusammenzubringen, könnt ihr bei uns Geld beantragen. Habt ihr ein Projekt habt, das dem asexuellen Spektrum zugute kommt? Seid ihr bereit, die nötige Arbeit zu übernehmen? Dann schaut mal auf der neuen Unterseite vorbei!

CSD Stuttgart 2021: Höhen und Tiefen

Ein vollständiger Infostand und zwei Menschen.

Nicht nur wettermäßig war unser CSD Stuttgart reichlich durchwachsen. Da die Veranstaltung zwei Tage dauern sollte statt des üblichen Sonntags, hatten wir uns mit unseren bi+ Verbündeten zusammengetan. AktivistA würde das Zelt stellen und am Samstag den Stand betreuen. Die StuBi-Gruppe sollte dann am Sonntag übernehmen. Beide Parteien hatten Infomaterial und Sticker der anderen. Daher war zumindest für die Grundabdeckung beider Themen an beiden Tagen gesorgt.

Samstag mit Sonne

Am Samstag pustete uns der Wind was vor und die Gischt vom nahe gelegenen Springbrunnen ins Gesicht. Solange die Sonne schien, war das eine erstklassige Klimaanlage.

Auf dem Schlossplatz war es anfangs noch recht ruhig. Kurz vor und nach der Demoparade wurden uns die Flyer, Buttons, Aufkleber und Armbänder beinahe aus der Hand gerissen. Und neben zwei eher seltsamen Fragestellenden hatten wir Besuch von vielen, vielen netten Menschen. Zu zahlreichen Neugierigen kamen erstaunlich viele Aces, die sich einfach freuten, auch mal wieder andere Aces außerhalb des Internets zu treffen. Einige konnten wir zum Aspec*German-Server und zum Stuttgarter Stammtisch lotsen.

Sonntag mit Wermut (aber nicht mal ordentlich Absinth zum Schöntrinken)

Der Standort hatte aber einen Nachteil, den auch die vom CSD-Verein engagierte Security nicht auffangen konnte: Nicht nur uns wurden über Nacht ein paar (glücklicherweise nicht teure) Einrichtungsgegenstände gestohlen. Leider litt das Zelt selbst auch unter dem Einbruch, sodass es wahrscheinlich nicht so lange durchhält wie erhofft. Die Ermittlungen dazu laufen.

Die Auslagen von StuBi und AktivistA am Sonntag.

Unsere verbündeten bi+ Menschen mussten sich denn am Sonntag Tische ausleihen. (Warum die Tische, aber nicht die Klappstühle Füße bekommen haben, muss uns noch wer verraten.)

Zusätzlich trübten das kühle, graue Wetter und über Nacht nass gewordener Schotter die Stimmung. Trotzdem konnten die Menschen von StuBi doch einige ihrer Buttons, Aufkleber und Flyer an Interessierte bringen. Währenddessen machte Carmilla eine Runde um den Platz, um mit allen anderen Aktiven zu schnacken, die sie teilweise seit 2019 nicht mehr live getroffen hatte.

Fazit:

CSD immer wieder gern, aber keine Pavillons über Nacht irgendwo stehen lassen.

 

AktivistA 2021: Bitte um Beiträge/Call for submissions

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Auch dieses Jahr wird es eine Auflage unseres überregionalen Treffens mit Konferenz geben, und zwar vom 11. bis 12. September 2021. Genauere Informationen werden noch folgen. Wir hoffen, dass es dieses Jahr eine Offline-Veranstaltung werden kann.

Am Samstag haben wir noch zwei offene Slots für Beiträge. Wenn ihr einen dieser Slots füllen wollt, meldet euch gern bei uns. Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht notwendig.

Falls also hier wer mitliest und uns am Samstag, den 11. September 2021 in Stuttgart mit einem ca. 45-minütigem Vortrag oder Workshop beehren möchte, oder einen Kurzfilm zu zeigen hat, oder, oder, oder, schreibe uns bitte über das Kontaktformular oder an die Mailaddresse corinna(bei)asex-web(punkt)de.

Wir freuen uns über asex-spezifische Themen genauso wie über Einblicke in andere Teile des Akronyms (LSBTTIQAPetc.), außerdem über alle anderen Themen, die sich mit dem asexuellen Spektrum überlappen. Wir erwarten ca. 25 bis 40 Menschen mit sehr unterschiedlicher Vorbildung zu diesen Themen.

Wie gehabt tragen wir die Fahrtkosten und die Kosten für das Mittagessen. Ein kleines Honorar winkt ebenfalls.

Save the Date: AktivistA 2021

Neues Jahr, neuer Versuch mit unserer Konferenz mit überregionalem Treffen für Menschen aus dem asexuellen Spektrum. In der Hoffnung, dass wir uns im echten Leben treffen können, haben wir in Stuttgart Räume reserviert.

Und zwar für Samstag, 11. September, und Sonntag, den 12. September 2021.

Wie immer gibt es eine Unterseite, die wir aktualisieren, sobald es Neues gibt. Bitte verwendet dort das Kontaktformular, um euch anzumelden! Ohne Abstandsregeln haben wir eine Maximalbelegung von 40 Personen.

Wie letztes Jahr werden wir im hoffentlich im Juli Bescheid geben können, ob alles wie geplant stattfinden kann.

 

Internationaler Tag der Asexualität

ITA Logo

Hallo!

Wir freuen uns, den Internationalen Tag der Asexualität, ITA (International Asexuality Day, IAD), bekanntzugeben zu dürfen; einer global koordinierten Kampagne im Zeichen des Engagements für, der Feier von, der Weiterbildung über und Solidarität mit Asexualität, die jährlich am 6. April gefeiert wird.

Der Internationale Tag der Asexualität feiert das asexuelle Spektrum in seiner Gesamtheit: Asexuelle, demisexuelle, grauasexuell und alle anderen asexuellen Identitäten und wurde dafür ins Leben gerufen, um die Arbeit von Ace-Aktivismusbetreibenden, insbesondere in nicht-englischsprachigen und / oder nicht-”westlichen” Ländern, zu verbreiten!

Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf lokalen Veranstaltungen und Aktionen, die von den jeweiligen Gruppen der Länder gestaltet wird. Unter https://InternationalAsexualityDay.org/de/ listen wir die Organisationen auf, die an der Planung beteiligt sind, zusammen mit Kontaktinformationen und wie sich beteiligt werden kann.

Video/Vortrag: Asexualität und Sprache

Im Rahmen der AktivistA 2020 hat Jonas Trochemowitz seine Forschungsarbeit zum Thema Sprache vorgestellt. Der Vortrag heißt: „Nein, Niemals, Nicht, Kein. Die Rolle der Negation in der Versprachlichung von Asexualität.“ Wie oft kommen Verneinungen in Texten über Asexualität vor? Was sind die Stärken und Schwächen der Verneinung?

„Nein“ hat Vor- und Nachteile

Über die Ambivalenz von Verneinungen haben wir auch in der Diskussion hinterher gesprochen.

„Nein“ ist einmal eine Stärke, denn es gibt uns die Möglichkeit, Erwartungen zu widersprechen.Wir können damit unsere Grenzen schützen — sofern andere unser „Nein“ nicht bewusst oder unbewusst ignorieren.

Zum anderen bezieht sich „Nein“ immer auf etwas, das ich verneinen kann. Es existiert also nur wegen der Sache, die es verneint. Bestätigt es gerade dadurch die herrschenden Annahmen?

Wir fragten uns, wozu Definitionen da sind. Gibt es in der Community eine andere Wahrnehmung von Verneinungen als von außen? Und kann es sein, dass „ace“ so beliebt ist, weil es eben sprachlich positiv ist?

Beziehungen führen ohne Nein?

Von da aus kamen wir auf das, was eine teilnehmende Person „Beziehungsbox-Modell“ nannte. Dafür werden sehr viele Unterkategorien (Boxen) aufgemacht. Alles, was den Menschen in einer Beziehung wichtig ist, bekommt ein eigenes Fach. Sex? (Welcher?) Zusammen kochen? Eine Interesse an …? (Ich könnte beispielsweise wohl kaum mit Menschen leben, die meine Büchersammlung nicht respektieren, dafür aber jede Nacht im gleichen Bett schlafen wollen.)

Dadurch werden Verneinungen vermieden. Die Beteiligten können ihre eigenen Gewichtungen der verschiedenen Boxen gegeneinander abwägen.

Weiterführende Links und Literatur

DasTenna empfahl „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay. Außerdem neu erschienen ist Angela Chens „Ace: What Asexuality Reveals about Desire, Society, and the Meaning of Sex“. (Vor einiger Zeit haben wir eine kurze Besprechung gepostet.)

Von da aus streiften wir außereuropäische Überschneidungen. Alle Links auf Englisch.

Eine Betrachtung von Ehen unter Frauen in China vor 1940.

Das Aze Journal kümmert sich gelegentlich auch um Konzepte aus älteren Kulturen.

Diverse Menschen aus Kanada, USA, Großbritannien, Deutschland und Israel beim International Panel der World Pride Asexuality Conference 2012.

Und ganz neu: Rassifizierte Menschen über Asexualität bei der UK Acesexuality Conference 2020. Die Person aus Indien hat Indian Aces mitgegründet.

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