Schlagwort: Asexualität

Die Überschneidungen von Bi und A_sexualität

Während wir im Hintergrund die Videos von der Konferenz vorbereiten, haben wir einen Link mit Wissen für euch.

Aus den Daten des 2019er Ace Zensus hat ein Team die Überschneidungen von Bisexualität und A_sexualität gefiltert:

Bi Visibility Day report: “Putting the B in A”

Damit ist statistisch bestätigt, was wir im Süden Deutschlands auch schon wahrgenommen haben: Mit bi und pan Menschen arbeitet es sich angenehm zusammen, weil es größere Überschneidungen gibt.

CSD Stuttgart: Online-Pride mit A_sexualität

Es ist furchtbar kurzfristig, aber hier haben wir ein paar Infos, was AktivistA am Wochenende so plant statt Demoparade und Infostand.

Bildquelle: By Ecelan - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6907718

Wir haben einen virtuellen Infostand!

Am Sonntag sind wir von 11 bis 18 Uhr im Chat dort erreichbar. Da könnt ihr den halben Vorstand nach Herzenslust ausquetschen, egal ob es um Grundlegendens über das asexuelle Spektrum, den Verein oder das Leben als Ace geht. Auch, wenn ihr nicht aus Stuttgart kommt.

Es ist für den Sonntag Regen angesagt. Sollte sich das Bewahrheiten, wären wir diesmal wenigstens nicht auf improvisierte Regenrinnen aus Gelben Säcken zwischen den Ständen angewiesen …

Schaut euch auch gern den Rest des Festivalgeländes an. Es sind interessante Angebote nicht nur für Menschen aus dem Schwabenland dabei: https://www.csd-stuttgart.de/festivalgelaende

Für Menschen, die lieber Livestream haben: So was gibt es auch, und zwar hier: https://www.csd-stuttgart.de/live

AktivistA sollte am Samstag so zwischen 18:20 und 19:00 dort auftauchen.

 

 

Bildquelle: By Ecelan – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6907718

 

AktivistA 2020 goes Internet

Trotz der derzeitigen Lockerungen im Lockdown steigen doch sehr viele Menschen lieber nicht in öffentliche Verkehrsmittel.

Die AktivistA 2020 – Konferenz mit überregionalem Treffen für Menschen aus dem asexuellen Spektrum – wird daher nur online stattfinden.

Geplant sind drei Vorträge. Annika Spahn (Universität Köln) erzählt über eins ihrer Forschungsprojekte. Carmilla DeWinter berichtet von ihrem bis dahin hoffentlich erschienenen Sachbuch zum Thema A_sexualität, und Irina wird die asexy Entwicklungen in der romanischsprachigen Welt beleuchten.

Eine Gesprächsrunde zum Thema „Ace und Alltag“ hat durch Lockdown und Kontaktverbote mehr Aktualität, als wir ahnen konnten, als wir das beschlossen haben.

Gegenwärtig sieht die Planung so aus, dass es für Interessierte einen separaten Channel auf dem Aspec*German Server geben wird, damit abseits der Videokonferenzen Zeit zum Austausch ist. Die Vorträge und die Diskussionsrunden werden über ein Videokonferenzsystem gehalten.

Damit fallen die Caférunde freitags und der Sonntagmorgen-Plausch leider aus.

Eine Teilnahmegebühr gibt es dieses Jahr nicht, da wir keine Miete, Kaffee, Geschirrnutzung etc. bezahlen müssen.

Den jeweils aktuellen Stand der Planungen findet ihr auf der AktivistA-2020-Seite. Dort ist auch das Anmeldeformular.

Bitte meldet euch an, da wir die Teilnahme auf sechzig Menschen begrenzen. Mit mehr Leuten sind Diskussionsrunden für die Moderation kaum zu überblicken.

Wir werden aber versuchen, die Vorträge aufzunehmen und hoffentlich bei YouTube hochzuladen. (Das wäre dann das erste Mal, dass das klappt. Bitte Daumendrücken.)

Videos vom Livestream des CSD Karlsruhe

Mit ein wenig Verspätung möchten wir euch noch das präsentieren, was wir als Grußbotschaft zum CSD Karlsruhe aufgenommen haben. Beim CSD Karlsruhe ist A_sexualität als Thema ja mittlerweile ein Selbstverständlichkeit, dennoch wundern sich manchmal Menschen über unsere Anwesenheit.

Unser Kanal hat noch ein weiteres Video, da die a_sexuelle Fußgruppe und deren Erlebnisse beim CSD Berlin 2016 eine Kurzgeschichte inspiriert haben. Ihr könnt einen Auszug hören.

 

 

 


Nota: Für die Mehrfachbespammung muss ich mich entschuldigen — der Kontakt von meinem WordPress-Konto zu dieser Seite hier ist, sagen wir mal, derzeit nicht zufriedenstellend.

Die Aspec* Community in Zeiten von Corona und darüber hinaus

Für Menschen, die auf der Suche nach Anschluss in der deutschsprachigen Aspec* Community sind, gibt es seit einiger Zeit eine neue Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen und sich auszutauschen. Da Corona alle offline-Stammtische vorerst zerschlagen hatte, entstand Ende März ein virtueller Stammtisch auf Discord, der die Möglichkeit bietet, sich jederzeit über Textchat auszutauschen oder spontan im Sprachchat zu unterhalten. Zu festgesetzten Terminen (alle zwei Wochen) gibt es außerdem organisierte Treffen („Stammtische“), die in den Sprachchats stattfinden.

Dieser Aspec* Server hat sich von Beginn an als ein Treffpunkt für die gesamte deutschsprachige Community verstanden. Er soll ein sicherer Raum für alle Menschen sein, die sich dem ace* und/oder aro* Spektrum zugehörig fühlen. Es wird großer Wert auf einen wertschätzenden Umgang gelegt, damit sich alle wohl fühlen und ins Gespräch kommen können. Sei es zu persönlichen Fragen der sexuellen und/oder romantischen Identität, gender Themen, dem Austausch von Memes oder Rezepten oder was mensch sonst noch so auf dem Herzen hat. Ein weiteres Ziel ist es, verschiedene Angebote für aspec* Personen zu sammeln und damit einfacher zugänglich zu machen (Stammtische, aspec*-freundliche Beratungsangebote, Informationsmaterial und Ressourcen aller Art).

Der Server vernetzt darüber hinaus Menschen, die im Aspec*-Bereich Orga-Arbeit oder Aktivismus leisten. In einem internen Bereich gibt es Möglichkeiten für Kreativität, Ideenaustausch und gemeinsame Projekte. Der Server bietet auch einen guten Startpunkt für Menschen, die sich erstmals für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung engagieren möchten. Hier ist es innerhalb von wenigen Stunden möglich, Projekte aufzusetzen, eine Gruppe an Unterstützer*innen zu finden und damit loszulegen.

Seit seiner Gründung ist der Server kräftig gewachsen und ständig dabei, sich zu verändern, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und möglichst vielen Menschen aus der Community die Möglichkeit zu bieten, in einer freundlichen Atmosphäre zusammen zu kommen.

Wie wird mensch Teil des Aspec*German Servers? Ganz einfach:

  1. Discord herunterladen und ein User-Profil anlegen (sofern nicht schon vorhanden)
  2. Danach den folgenden Einladungslink in einem beliebigen Browser öffnen: https://discord.gg/HnkcTgX 

Wir freuen uns immer, neue Leute begrüßen zu können!!

Clara (im Namen des gesamten Moderator*innen-Teams)

Grenzen – Ergebnis des Diskussionsrunde

Private, Sign, Prohibit, Block, Prevent, Warning

Mit etwas Verspätung der Zusammenschrieb der Gesprächsrunde „Grenzen“ bei der AktivistA 2019.

Obwohl „Grenzen“ so einfach klingt, kann man dieses Wort sehr weit auslegen. In der Runde haben wir uns daher auf Grenzen beschränkt, die in Gesprächen auftauchen: Wie reagiere ich auf verfängliche oder unangenehme Themen, auf persönliche Angriffe? Wie reagiere ich am besten, wenn jemand meine Selbstbeschreibung, meine Lebensentscheidungen infrage stellt oder mir abspricht, mein Lebens selbst bewältigen zu können?

Am Echo ließ sich ablesen, dass die meisten von uns schon einmal „asexuelles Bingo“ gespielt haben, also schon irgendwann die typischen Reaktionen auf A_sexualität erleben mussten.

Wenig überraschen dürfte es, dass das anwesende Publikum keine Grundsatzdiskussion über Coming-out, ja oder nein, anfing – diese Entscheidung müssen alle für sich selbst treffen.

Dass es ein Unterschied ist, ob wir privat oder im Rahmen eines Vortrags/Infostands/Interviews über A_sexualität sprechen, ist ebenfalls kaum überraschend. Menschen, die eine a_sexuelle Person bereits länger kennen, meinen es zumeist gut und/oder machen sich Sorgen. Außerdem müssen sie in manchen Fällen ihr komplettes geistiges Bild von ihrem Gegenüber ändern. Diese Unsicherheit macht manche Leute wütend und damit auch gegebenenfalls aggressiv.

Gleichzeitig nehmen wir uns Kritik aus dem engen Umfeld üblicherweise auch mehr zu Herzen, da die Meinung der Betreffenden uns wichtig ist.

Demgegenüber haben Fremde kein besonders genaues Bild, das es zu überschreiben gilt.

Somit ist es manchmal einfacher, völlig Fremden private Details zu verraten, vor allem mit einem pädagogischen Ansatz bzw. mit dem Ziel der Aufklärung. Wir sehen diese Menschen nicht wieder. Die Gefahr, dass sie echte und vermeintlich echte Fakten über uns in unserem näheren Umfeld verbreiten, ist gering.

Damit zu den Strategien für erfolgreiche Gespräche über A_sexualität.

Als a_sexueller Mensch hat man selten die Möglichkeit, einfach sagen zu können: „Du, übrigens, ich bin asexuell/demi/gray-A.“ Das liegt daran, dass diese Wörter noch nicht sehr bekannt sind. Die ersten Reaktionen auf bekanntere Sexualitäten sind sicher auch nicht immer nett. Aber in der Regel brauchen sie keine ausführliche Erklärung für die Vokabeln, bevor es mit dem unangenehmen Teil losgeht.

Insofern ist es sinnvoll, wann immer möglich die Reihenfolge zu ändern: „Du übrigens, du hast vielleicht schon gemerkt, dass ich … Und weißt du was, das geht noch mehr Leuten so! Das Wort dafür ist …“

Wer sich vorbereiten kann, sollte das tun. Wer die Gelegenheit hat, bewaffnet sich mit Flyern oder Broschüren, die dem Gegenüber dann in die Hand gedrückt werden können.

Wer kann, suche sich Unterstützung. Bei Infoständen schauen wir beim Verein, dass wir möglichst selten allein am Stand sind. Nach besonders seltsamen Gesprächen oder unhöflichem Besuch ist also jemand da, bei dem wir uns darüber in Ruhe beklagen können. Bei Coming-outs in der Verwandtschaft oder in Partnerschaften kann man sich vorher Freund*innen oder nette Menschen im Internet suchen, die nach einem Gespräch zuhören.

Alles das geht am besten, wenn man die eigenen Grenzen auch kennt. (Worüber bin ich bereit, mit dieser oder jener Person zu sprechen? Ist es sinnvoll, mit dieser oder jener Person ein direktes Gespräch zu führen oder schreibe ich lieber, wenn ich weiß, dass sie die Angewohnheit hat, Grenzen zu missachten? Und so weiter.)

Unter losen Bekannten oder im Beruf, wo man dem Thema einfach nur ausweichen will, gibt es dazu auch Optionen, die mit Vorbereitung besser klappen. Beispielsweise sagt man: „Hat sich nicht ergeben“, und schaut traurig (auch wenn man vielleicht nicht traurig ist). Desgleichen kann man an einer Vorgeschichte drehen, sofern eine vorhanden ist. Das Wort dazu heißt „Framing“. Wer beispielsweise nur schlecht von der*dem Ex redet, kann in anderen ein Bild von vermeintlich schlechten Erfahrungen wecken, die sie vom Fragen abhält.

Wenn es um Kinder geht und ein Streit gewünscht ist: Der Klimawandel ist immer eine Diskussion wert, und wer erinnert sich hinterher noch, mit wessen nicht vorhandenen Kindern es losging? Und das völlig davon unabhängig, warum genau wer keine Kinder hat.

Egal, ob vorbereitet oder nicht, es gibt außerdem einige Wege, Menschen über die Art ihrer Fragen und Kommentare nachdenken zu lassen.

Tatsächlich sind manche einfach nur neugierig und haben einen echten Informationsbedarf, während andere lieber A_sexualität wegerklären möchten, als ihr Weltbild zu erweitern. Der Tonfall macht viel aus, ob jemand Fragen beantworten möchte oder nicht.

Werden Fragen zu persönlich, kann man für die Allgemeinheit antworten. (Klassiker: „Masturbierst du?“ – „Eine Studie und Umfragen haben ergeben, dass Menschen aus dem asexuellen Spektrum im Schnitt etwas seltener masturbieren als Menschen, die sich nicht als asexuell beschreiben.“)

Je nach Gesprächspartner und der eigenen Vergangenheit lohnt es sich, Fragen vorwegzunehmen. Wie sich immer wieder zeigt, sind die Vorbehalte, kulturell bedingt, selten besonders originell. („Ach ja, und bevor du fragst, meinen Hormonspiegel habe ich schon prüfen lassen …“)

Andere kann man mit der Nase darauf stoßen, dass sie Grenzen überschreiten. („Wenn ich dich jetzt frage, ob du … erlebt hast/krank bist, würdest du mir antworten wollen?“)

Unter manchen Umständen könnte man sogar einen Pakt aushandeln: Alle Anwesenden müssen alle indiskreten Fragen ehrlich beantworten.

Desgleichen kann man manche Fragen oder Themen von vornherein auszuschließen versuchen. (Ich selbst verweigere beispielsweise jegliche Aussage darüber, ob und wie oft ich welchen Sex hatte, weil eine solche Auskunft in meinem Fall völlig unerheblich ist.)

Und damit hoffe ich, dass die gesammelten Tipps sich für mindestens einen Menschen als nützlich erweisen.

 

 


Foto: aitoff, Pixabay.

 

Neue Unterseite: Romane & Bücher

Pünktlich für Menschen, die noch Last-Minute-Geschenke für Aces brauchen oder über die Feiertage dringend noch ihren Stapel ungelesener Bücher auffüllen wollen, haben wir eine Liste mit Büchern erstellt.

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Ihr findet die Fiktion getrennt von den Sachtexten. Bei den Romanen haben wir zwischen Hauptfiguren und (wichtigen) Nebenfiguren getrennt, das heißt, nicht alle deutschsprachigen Bücher, in denen jemals ein Ace über die Bildfläche läuft, finden Erwähnung.

Kurzgeschichten haben wir außen vor gelassen, weil diese meist in Sammlungen  mit anderen Themen auftauchen. Falls es jemals eine deutschsprachige Sammlung von a_sexuellen (und/oder a_romantischen) Kurzgeschichten geben sollte, erwähnen wir diese natürlich gern.

Englischsprachiges Romane und kürzere Geschichten findet ihr zuhauf in Claudie Arsenaults Aromantic and Asexual Characters Database.

Falls ihr Ergänzungen habt, dürft ihr hier gern kommentieren oder unser Kontaktformular benutzen.

Vortrag am 5. November in Stuttgart

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Asexualität – Vom Leben auf mehr als einem Spektrum

Vortrag und Gesprächsrunde mit Carmilla
von AktivistA (Verein zur Sichtbarmachung des asexuellen Spektrums)

am Dienstag, 5. November 2019 um 19 Uhr

im Feministischen Frauen* Gesundheitszentrum, Kernerstr. 31, Stuttgart

 

Worum geht’s?

Die Erwähnungen von Asexualität häufen sich, und bei CSDs tauchen immer mal wieder schwarz-grau-weiß-lila Flaggen auf. Was ist Asexualität, und was ist das „asexuelle Spektrum“? Carmilla erklärt die Grundlagen und lädt dazu ein, sexuelle und romantische Anziehung neu zu denken.

All genders welcome. Keine Anmeldung notwendig.

Facebook-Veranstaltung: Klick.

 

CSD Karlsruhe 2019: Wer demonstriert mit?

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Bald ist wieder Sommer und die CSD-Saison nähert sich mit großen Schritten.

Für Karlsruhe haben wir wie immer einen Infostand geplant und werden außerdem dieses Jahr eine eigene Fußgruppe bei der Demoparade organisieren.

Wir freuen uns über alle, die eine Flagge aus dem asexuellen Spektrum wehen lassen wollen (und wenn wer eine Aromanti-Flagge hat: ihr dürft logischerweise auch kommen). Es gäbe Banner zu tragen und für Mutige auch Flyer zu verteilen.

Wer sich an die Öffentlichkeit traut und Zeit hat:

CSD Karlsruhe am Samstag, 1. Juni 2019. Die Demoparade startet um 14 Uhr auf dem Stephanplatz.

 

 

AktivistA 2019: Termin steht

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Wir können stolz berichten, dass unsere Konferenz 2019 in die fünfte Runde gehen wird. (Uff. So lange machen wir das schon?)

Wie gehabt werden wir in Stuttgart tagen und haben uns diesmal fernab der Ferien den 20. bis 22. September ausgesucht.

Mit dem Sonntag experimentieren wir weiter, daher gibt es diesmal eine gemütliche Runde nach dem Frühstück in der Weissenburg.

Wer kommen möchte: Bitte benutzt unbedingt das Formular auf der entsprechenden Unterseite. Wir haben nur vierzig Plätze und müssen entsprechend planen.

Wir freuen uns auf euch!

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