Autor: Clara

Die EU stärkt deine Rechte – stärke du jetzt die EU!

Queere Verbände rufen zur Teilnahme an Europawahl auf

Vom 6. bis 9. Juni findet in der gesamten EU die Wahl des Europäischen Parlaments statt. Rund vierhundert Millionen Wahlberechtigte in 27 Mitgliedstaaten sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und über die Zukunft der Europäischen Union zu entscheiden. Dabei geht es auch um die Frage, ob und wie die EU uns lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche bzw. queere Personen (LSBTIQ) sowie Menschen mit HIV und asexuelle und aromantische Menschen vor Gewalt, Hassrede und Diskriminierung schützen soll. Während manche Parteien unseren Schutz weiter ausbauen wollen, wollen andere ihn am liebsten abschaffen. Deine Stimme zählt! Geh wählen, gib queerfreundlichen, demokratischen Parteien deine Stimme, und sprich mit Familie und Freund*innen darüber, wie wichtig die Wahlbeteiligung ist!

Im Zentrum des Fotos ist eine männlich wirkende Person, die man von hinten sieht. Sie trägt einen Regenbogenmundschutz und als Cap eine Europa-Flagge, die in eine Regenbogenflagge übergeht. Wobei vor allem die EU-Flagge zu sehen ist. Denn der Mensch wird teilweise von einer unscharfen Person im rechten Bildvordergrund verdeckt, die ein regenbogenfarbenes Oderteil trägt. Im Hintergrund sind weitere Menschen zu sehen. Das Bild ist offenbar auf einer Pride-Demo entstanden.
Bild: Christian Lue / Unsplash

Rechtsextreme und rechtsradikale Parteien versuchen, die Zeit in Europa zurückzudrehen. Sie wollen die Rechte von LSBTIQ beschneiden, säen in den sozialen Medien Hass gegen uns und hetzen dabei auch gegen andere diskriminierte Gruppen. Was sie in Europa vorhaben, konnten wir in den letzten Jahren in unseren europäischen Nachbarstaaten erleben: In Ungarn, Litauen, Italien und der Slowakei haben sie mit unserer Entrechtung und Marginalisierung bereits begonnen. In Polen, wo ganze Regionen zu „LSBT-freien Zonen“ erklärt wurden, konnte die Entwicklung schließlich durch die Abwahl der Regierung im letzten Jahr gestoppt werden. Immer wieder waren es dabei die europäischen Institutionen, die diese queerfeindlichen Regierungen in die Schranken gewiesen und so Schlimmeres verhindert haben. Europa schützt uns.

Die Wahl am 9. Juni ist eine Richtungswahl.

Es geht um nichts weniger als um die Zukunft der europäischen Demokratie. Deshalb rufen wir queeren Verbände die ganze Community, ihre Verbündeten und alle Demokrat*innen dazu auf, wählen zu gehen und nur die Parteien zu unterstützen, die sich glaubhaft für Menschenrechte und damit auch für Gleichheit und Akzeptanz von LSBTIQ in Europa einsetzen. Wir brauchen wieder einen umfassenden EU-Aktionsplan für Gleichberechtigung von LSBTIQ und einen besseren Schutz vor queerfeindlicher Gewalt, Hassrede und Diskriminierung. Menschenrechtsverletzungen an trans- und intergeschlechtlichen Menschen müssen in Europa endlich aufhören. Rechtliche Lücken bei der Freizügigkeit und der gegenseitigen Anerkennung von Regenbogenfamilien müssen geschlossen werden. LSBTIQ Asylsuchende brauchen ein faires Asylverfahren – auch an den Außengrenzen der EU. Europa muss seinen Beitrag zur Stärkung der Menschenrechte von LSBTIQ weltweit leisten.

Auf dunklem Hintergrund steht folgender Text: "An die Wahlurnen für Menschenrechte und queere Selbstbestimmung in der EU! Am 9. Juni 2024 ist Europawahl - Let's vote!!Unter einer regenbogenfarbenen Trennlinie stehen die queeren Verbände, die den Aufruf zur Wahl unterzeichnet haben: Queere Bildung, Lambda Bundesverband, Bundesverband Trans*, Lesben und Alter, Queeres Netzwerk, Deutsche Aidshilfe, Wirtschaftsweiber, Bisexuelles Netzwerk, CSD Deutschland, AktivitsA, LSVD, dgti
Sharepic der queeren Verbände zur Europawahl

Die EU stärkt unsere Rechte – stärke du am 9. Juni die EU!

Weiter unten findest du Informationen zu den queerpolitischen Positionen der unterschiedlichen Parteien. Du hast die Wahl – deine Stimme zählt. Informiere dich, geh wählen und nimm deine Freund*innen und Familie mit!

Weiterlesen:

Was wollen die Parteien für LSBTIQ* in der EU tun? Wahlprüfsteine EU-Wahl 2024 (lsvd.de)
Europawahl 2024: So wird das EU-Parlament gewählt | WDR Aktuelle Stunde – YouTube
With elections looming, Rainbow Map shows Europe is not equipped against attacks from the far-right | ILGA-Europe

Dies ist ein gemeinsamer Wahlaufruf von:

AktivistA n.e.V. – Verein zur Sichtbarmachung des asexuellen Spektrums
Bundesverband Trans* e.V.
Bundesverband Queere Bildung e.V.
CSD Deutschland e.V.
Dachverband Lesben und Alter e.V.
Deutsche Aidshilfe e.V.
Deutsche Gesellschaft für Trans– und Inter-geschlechtlichkeit (dgti) e.V.
Jugendnetzwerk Lambda e.V.
Lesben- und Schwulenverband (LSVD)
Wirtschaftsweiber e.V.
Queeres Netzwerk – Bundesverband queerer Landesnetzwerke e. V.

Ein Sachbuch ließ sich lange nicht so gut lesen

Nachdem wir bisher meistens Romane vorgestellt haben, heute mal ein Sachbuch. Anfang Januar ist „[Un]sichtbar gemacht. Perspektiven auf Aromantik und Asexualität“ erschienen, herausgegeben von Annika Baumgart und Katharina Kroschel, online auch bekannt als ace_arovolution.

Das Buch "(Un)sichtbar gemacht. Perspektiven auf Aromantik und Asexualität"
„[Un]sichtbar gemacht. Perspektiven auf Aromantik und Asexualität“ von Annika Baumgart und Katharina Kroschel
Der Verein hat ein Rezensionsexemplar angeboten bekommen und da haben wir doch direkt zugegriffen. Und passend zur Aro-Week kommt nun die Rezension.

In aller Kürze lässt sich sagen: Ich kann das Buch allen Menschen nur wärmstens ans Herz legen! Es hat eigentlich für alle Interessengruppen was zu bieten. Für Menschen die sich selbst auf dem Aspec verorten, für Allys und solche die es werden wollen, für Menschen, die ein akademisches Interesse am Thema haben…Alles in allem gebe ich dem Buch 5 von 5 Froschgrüne-Kuchenstücke.

Zum Aufbau des Buches

Das Buch ist insgesamt in fünf Teile untergliedert: Grundlagen, Geschichte, Diskriminierung, Beziehungsweisen und Aromantische und Asexuelle Symbole. Jeder dieser Teile besteht aus einer Vielzahl von Unterkapiteln, die in der Regel nicht länger als zwei oder drei Seiten sind. Dadurch lässt sich das Buch gut Häppchenweise lesen. Zwischen den einzelnen Kapiteln eingestreut sind immer wieder Texte von Menschen, die sich auf die eine oder andere Weise auf dem Aspec verorten und ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken teilen. Obwohl es also ein Sachbuch ist, hat es durch die selbstverfassten Texte auch eine gewisse literarische Komponente.

Mit den Unterkapiteln verbindet sich ein erster Kritikpunkt, was die Handhabung des Buches betrifft. Es gibt immer wieder Verweise auf bestimmte Kapitel, in denen Aspekte näher vertieft werden, die an der aktuellen Stelle nur angetippt werden. Aber da das Inhaltsverzeichnis nur die Hauptteile aufführt, blättert mensch sich ziemlich nen Wolf, um den Verweisen zu folgen. Da wäre es für die nächste Auflage hilfreich entweder das Inhaltsverzeichnis zu überdenken, oder die Verweise um die entsprechenden Seitenzahlen zu ergänzen.

Ein paar Worte zum Inhalt

Als Historikerin kann ich sagen, dass mich besonders der Geschichtsteil sehr begeistert hat. Zumal queere Geschichtsschreibung immer ihre Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Sprache, die wir heute verwenden hat sich meist erst in den letzten 150 Jahren entwickelt (wenn überhaupt), die Empfindungen und Orientierung sind aber natürlich so alt wie die Menschheit. Besonders spannend fand ich persönlich hier den Verweis auf die Antike, in der bereits unterschiedliche Formen von Liebe unterschieden wurden, und die so einen Anschlusspunkt für das moderne Split-Attraction-Model bietet.

Recht schwer fiel mir hingegen die Lektüre des Teiles zur Diskriminierung. Als Person die selbst aroace ist, hat es mich ziemlich runtergezogen hier so detailliert all die belastenden Aspekte und Diskriminierungsformen vor Augen geführt zu bekommen. Und wenn ich nicht diese Rezension zum Ziel gehabt hätte, hätte ich den Abschnitt wahrscheinlich übersprungen – zumindest für den Moment. Menschen die alloromantisch und allosexuell sind lege ich ihn hingegen sehr ans Herz. Gerade auch innerhalb der queeren Community, da er sehr deutlich macht, wie vielfältig Diskriminierung sein kann. Leute die sich selbst im Aspec verorten möchte ich zumindest darauf hinweisen, dass das nicht gerade leichte Kost ist.

Nach den fünf Hauptteilen finden sich dann noch Verweise auf Ressourcen und ein Glossar. Ebenfalls fast als Glossar lässt sich die umfangreiche Übersicht an (ausgewählten) Labels und Mikrolabels bezeichnen, die sich bereits im Grundlagenteil findet (S. 24-29). Was die Definitionen der Labels betrifft, wird es sicherlich an einigen Stellen innerhalb der Community Meinungsverschiedenheiten geben. Aber da halte ich mich mal raus. Es wird von den Herausgeber*innen deutlich gemacht, dass die Begrifflichkeiten zum Teil noch im Fluss sind oder es verschiedene Definitionen gibt. Damit kann ich gut leben, da muss ich nicht wegen ein paar Feinheiten, die ich vielleicht persönlich anders sehe jemandem einen Strick draus drehen.

Ein bisschen was zu meckern gibt’s immer

Die Ressourcen bringen mich zum Abschluss aber noch zu einem weiteren, und auch etwas persönlichem, Kritikpunkt. Und zwar wird an verschiedenen Stellen (zu Recht) festgestellt, dass es bisher wenige deutschsprachige Informationen und Ressourcen zu Asexualität, Aromantik und den jeweiligen Spektren gibt. Diverse Sachen, die es aber trotz allem gibt, werden nicht genannt.

Etwas frustrierend war hier, dass es zwar einen kurzen Hinweis auf AktivistA gibt (S. 81f), aber mit keiner Silbe darauf hingewiesen wird, dass wir seit Jahren Flyer und Broschüren herausgeben und die kiloweise im ganzen Land verschicken. Vielleicht auch für uns im Jahr unseres zehnjährigen Bestehens ein Anlass unsere Kommunikationsstrategie innerhalb der Community mal zu überdenken.

Ähnlich schade fand ich, dass das Queer Lexikon, dass ebenfalls schon lange gute Informationen zum Thema verbreitet gar keine Erwähnung gefunden hat.

Wünsche für die zweite Auflage

Und auch sonst hätte ich ein paar Ergänzungen für die Ressourcenseiten. Wobei es sich hier jeweils um Veröffentlichungen handelt, die noch nicht so lange in der Welt sind. Ich gehe mal davon aus, dass das Fehlen eher Corona-bedingten Verzögerungen im Erscheinen des Buches geschuldet ist.

Jedenfalls würde ich mich bei einer 2. Auflage freuen auch auf „Das asexuelle Spektrum. Eine Erkundungstour“ von Carmilla deWinter hingewiesen zu werden. Ein deutschsprachiges Sachbuch, dass nach diversen Pandemiehürden seit Anfang März 2021 auf dem Markt ist. Oder bei den Online-Ressourcen zu Aromantik auf den Blog AktivAro, der seit Anfang Mai 2021 zahlreiche Beiträge zu Aromantik auf Deutsch online gestellt hat. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, und sich auch belletristische Hinweise finden, wäre da dann noch die Anthologie „Beweisstück A“ zu nennen, die von Carmilla deWinter und Carmen Keßler herausgegeben wurde und eine reiche Sammlung an Kurzgeschichten aus dem Aspec bietet.

Nachdem das Fazit im Grunde auch schon am Anfang des Textes stand, noch mal zum Schluss: Unbedingt empfehlenswert zu lesen, aber ein paar Wünsche für eine 2. Auflage bleiben noch offen.

AktivistA 2022 Aufruf für Beiträge / Call for submissions

Throwback zur Konferenz im letzten Jahr

Auch wenn momentan noch die Omikron-Welle läuft, werden ja schon wieder die nächsten Lockerungen diskutiert. Und wir sind optimistisch, dass wir dieses Jahr wieder unser überregionales Treffen mit Konferenz in Stuttgart abhalten können. Die Räumlickeiten in der Weissenburg sind jedenfalls schon mal gebucht und zwar für den 17. und 18. September.

Für ein buntes und informatives Programm am Samstag sind wir daher wieder auf der Suche nach Beiträgen. Wir haben Platz für zwei Vorträge oder ähnliches von je ca. 45 Minuten. „Ähnliches“ kann zum Beispiel ein Workshop, ein Film oder was euch sonst noch so einfällt sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Um einen Programmpunkt anzubieten ist es nicht notwenig Mitglied im Verein zu sein.

Wenn ihr also eine coole Idee habt, wie ihr uns den Samstag bereichern wollt, schreibt uns bitte über das Kontaktformular oder an die E-Mailadresse corinna(bei)asex-web(punkt)de.

Thematisch freuen wir uns über alles was so mit der queeren Community zu tun hat, natürlich gerne mit Bezug oder im Verhältnis zum asexuellen Spektrum. Auch abhängig von den dann geltenden Coronaregeln erwarten wir ca. 25 bis 40 Menschen verschiedener Altersgruppen und mit sehr unterschiedlicher Vorbildung, also eine bunte Mischung.

Wie gehabt tragen wir die Fahrtkosten und die Kosten für das Mittagessen. Ein kleines Honorar winkt ebenfalls.

Buntes Community-Programm für die Aro Week

Es dauert nicht mehr lang, dann beginnt die Aro Week. Sie findet jedes Jahr in der Woche nach dem Valentinstag statt, also diesmal vom 20. bis 26. Februar.

Ähnlich wie schon während der Ace Week, gibt es auch hier wieder ein buntes Programm von und für die Community auf dem Aspec* German Discord. Jeden Tag gibt es Lesungen, Diskussionsrunden oder sogar eine Podcast-Aufzeichnung, bei der mensch live dabei sein und Mäuschen spielen kann. Also schaut unbedingt mal vorbei 😉

Geplante Aktionen zur Aro Week 2022

Ace Community Survey 2021

Logo aus vier quadratischen Kästchen in schwarz, grau, weiß und lila. Im lilanen Kästchen ist ein Häcken. Darunter steht "The Ace Community Survey"
Logo „The Ace Community Survey“

Während der Ace Week ist wie jedes Jahr die Ace Community Survey online gegangen.

Wie schon im letzten Jahr, gibt es auch diesmal wieder die Möglichkeit sich eine deutsche Übersetzung der Fragen und Antwortmöglichkeiten daneben zu legen. Oder auch auf Dänisch, Japanisch, Polnisch, Russisch, Französisch…falls euch eine dieser Sprachen eher liegt.

Die Umfrage ist offen für alle Menschen, egal ob sie sich auf dem asexuellen Spektrum verorten oder nicht. Die einzige Voraussetzung ist, dass ihr mindestens 13 Jahre alt sein müsst.

Wenn diese minimale Voraussetzung erfüllt ist, dann klickt direkt auf den Link unten und helft dabei wertvolle Daten für Aktivismus und Forschung zu produzieren. Und gerne weiter erzählen oder teilen (das geht auch über unsere Social Media Kanäle).

Ace Community Survey 2021 – Ankündigung

Rückblick auf die Aro Week

Zurück in den Alltag

Die Aro Week ist seit ein paar Tagen vorüber. Und ich bin so langsam wieder im Normalbetrieb angekommen. Nach einer Woche, in der ich überdurchschnittlich viel Zeit an meinem Smartphone und am Laptop verbracht habe, versuche ich mich an einer Art Social Media Detox. Das funktioniert nur bis zu einem gewissen Punkt, sonst könnte ich diesen Blogpost jetzt auch nicht schreiben. Aber nach einer Woche die für mich zu einem großen Teil mit Aktivismus und Auseinandersetzung mit dem Thema Aromantik in der einen oder anderen Weise gefüllt war, brauch ich jetzt eine kleine Verschnaufpause.

Highlights…

Ich habe im Vorfeld, diverse Stellen angeschrieben, von denen ich mir gedacht habe, die würden sich vielleicht für das Thema interessieren. Zugegeben erst sehr kurzfristig in der Woche davor. Ich hatte die Hoffnung, dass einige von ihnen bereit wären über ihre Social-Media-Kanäle einen kurzen Post zu Aromantik machen, um für ein bisschen Aufmerksamkeit zu sorgen. In vielen Fällen kam zwar keine Rückmeldung, aber in einigen schon, und die haben mich umso mehr gefreut!!

Mein persönliches Highlight war dabei die Rückmeldung der Siegessäule, die ihren bereits bestehenden Artikel über Asexualität aufgemotzt und um Informationen zu Aromantik ergänzt haben. Und dann kam sogar noch die Anfrage, ob es möglich wäre ein „kurzes Interview“ zu machen. Das kurze Interview wurde dann zu einem einstündigen Gespräch und wird in den nächsten Tagen auch noch seinen Weg auf die Internetseite finden.

Erst im Nachhinein fiel mir übrigens auf, dass ich gar nicht gefragt wurde, wie das als aromantische Person denn mit dem Masturbieren wäre. Eine Frage, die mir glaube ich in 90% der Interviews und Vorträge gestellt wurde, in denen ich als asexuelle Person aufgetreten bin. Ob das an der Person lag, die das Interview geführt hat, oder am Thema Aromantik, wird wohl erst die Zukunft zeigen, wenn ich ein paar Vergleichsmöglichkeiten habe.

…und Tiefpunkte

Kommen wir zum Tiefpunkt. Wenn Leute behaupten es würde keine Diskriminierung oder Ablehnung gegenüber aromantischen Menschen geben, dann liegen sie definitiv falsch. Es reicht sich anzuschauen, was für Reaktionen es auf ein Video von Yasmin Benoit gab, dass sie zusammen mit Stonewall UK für die Aro Week gemacht hat. Ich werde hier nicht ins Detail gehen, was manche Menschen da geschrieben haben, und kann auch nicht empfehlen, die Kommentare zu lesen. Wer sich näher damit beschäftigen möchte kann sich einige der Reaktionen z.B. auf Yasmins Instagram Account ansehen. Aber ich muss sagen, das war schon sehr deprimierend zu sehen.

Neue Medien erschließen

Ich habe während der vergangenen Woche Instagram für mich entdeckt und bin immer noch sehr angetan, wie viele coole aromantische Menschen ich da gefunden habe. Es gab dort eine Fülle an positiven Posts! Und auch eine Menge an sehr durchdachten und aufwendig erarbeiteten Inhalten, die sich kritisch mit diversen Themen befasst haben. Ich glaube, da werde ich mich auch in Zukunft noch ein bisschen mehr umtun.

Für deutschsprachige Inhalte, möchte ich an der Stelle noch mal das Queer Lexikon hervorheben, die während der Woche ihre große Plattform wirklich ganz großartig genutzt haben!

In der Community

Neben dem Aktivismus nach außen, hatte sich das Team vom Aspec*German Discord, zu dem ich auch gehöre, bemüht auch etwas für die Community selbst anzubieten. Wir haben jeden Abend Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Themen und Aspekten von Aromantik und aromantischen Identitäten veranstaltet.

Aus Kapazitätsgründen konnte ich selbst nicht an allen teilnehmen. Aber auch ohne überall dabei gewesen zu sein, kann ich da ein sehr positives Fazit ziehen. Die Gesprächsangebote haben alle großen Anklang gefunden und wir hatten im Laufe der Woche viele gute Unterhaltungen.

Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass gerade der Kontakt innerhalb der Community wichtig war und ist, um ein positives Verhältnis zu meiner aromantischen Identität zu entwickeln. Auch um zu sehen, dass ich in meinen Wahrnehmungen, Bedürfnissen und Empfindungen nicht alleine bin. Und gleichzeitig konnte ich dadurch lernen, wie wunderbar vielfältig das aromantische Spektrum ist und mir wurden in vielen Punkten neue Perspektiven eröffnet. Dazu kann ich auch noch mal auf den Blogpost vom Beginn der Aro Week hinweisen. Dort habe ich dazu schon einiges geschrieben, besonders zu dem, was ich über allosexuelle Aromantik gelernt habe.

Fazit, was bleibt?

Ich kann für mich zusammenfassen, es war eine tolle Woche. Manchmal anstrengend und eine emotionale Achterbahn, aber vor allem sehr bereichernd. Trotzdem bin ich nicht böse, dass sie vorbei ist, und ich auch wieder mehr Kapazitäten für andere Dinge habe.

Vor allem bleibt für mich aber das Gefühl, dass die Woche wirklich was gebracht hat in Punkto Sichtbarkeit. Dem Queer Lexikon folgen auf Instagram 11.000 Menschen!! Die dürften in dieser Woche alle zumindest mal das Wort „Aromantik“ mitbekommen haben, selbst wenn sie nicht jeden Post gelesen haben. Ich habe keine genaue Vorstellung, welche Reichweite die Siegessäule hat, aber auch die ist definitiv nicht klein und wird von vielen Leuten wahrgenommen. Und das sind jetzt bloß mal zwei große Schlaglichter.

Es macht mich hoffnungsvoll für die zukünftige Sichtbarkeit von Aromantik und dem aromantischen Spektrum, dass es nach dieser Woche deutlich mehr deutschsprachige Informationen zu dem Thema gibt, als das vorher der Fall war. Es wird also auch nach Ende der Aro Week weiter gehen!

Unsichtbar, unsichtbarer, am unsichtbarsten? Aromantik, arospec und was besonders Aces wissen sollten.

Die Aromantische Flagge

Was geht mich das eigentlich an? Die persönliche Auseinandersetzung

Ich habe 2014 angefangen, mich als asexuell zu identifizieren. Vor etwa zwei Jahren habe ich dann auch mal intensiver über meine romantische Orientierung nachgedacht. Von gray-pan, über gray-aro bin ich inzwischen bei arospec oder aromantisch angekommen – welchen der beiden Begriffe ich bevorzuge, wechselt.

Aber so richtig habe ich mich erst im letzten Jahr mit Aromantik beschäftigt. Während dieses Prozesses habe ich schon unglaublich viel gelernt und bin immer noch dabei andere Dinge zu „ent-lernen“. Außerdem habe ich wieder die Erfahrung gemacht, über wie viele Sachen ich mir noch nie Gedanken gemacht habe oder habe machen müssen, weil sie mich nicht persönlich betreffen. Eine Folge dieses Lernprozesses ist, dass ich mich jetzt stärker dafür einsetze, dieses neu erworbene Wissen mit anderen zu teilen. Und was könnte eine bessere Gelegenheit dafür sein, als die morgen beginnende Aromantic Spectrum Awareness Week (ASAW) oder, wie ich sie im Folgenden nennen werde, die Aro Week.

Was ist die Aro Week?

Ähnlich wie die Ace Week Ende Oktober ist die Aro Week eine internationale Aktionswoche, um mehr Sichtbarkeit für Aromantik und das aromantische Spektrum zu schaffen. Sie findet jedes Jahr in der Woche nach dem Valentinstag statt. Und weil das Event ebenfalls in den USA initiiert wurde, beginnt die Woche am Sonntag, so dass sie dieses Jahr vom 21. bis 27. Februar geht.

Warum braucht es das?

In einem Wort: Sichtbarkeit! Sichtbarkeit bzw. das Fehlen davon, ist ein Problem, das in der Ace Community zur Genüge bekannt ist. Und auch wenn Asexualität noch weit von der Bekanntheit anderer queerer Identitäten entfernt ist, hat es in den letzten Jahren durchaus was bewegt. Die Zahl an Artikeln, Interviews, Podcasts, Abschlussarbeiten oder Vortragsanfragen ist merklich gestiegen. Ich habe in der Vorbereitung auf die Aro Week speziell nach deutschsprachigen Informationen, journalistischen Beiträgen oder anderem zu Aromantik gesucht und das Ergebnis dieser Recherche lässt sich nur als deprimierend beschreiben.

Die umfangreichste deutschsprachige Quelle zu allem, was mit Aromantik und dem aromantischen Spektrum zu tun hat, ist die deutsche Version der AUREA Internetseite. Die ist toll und informativ, das ist nicht das Problem. Aber es ist eben „nur“ die Übersetzung aus dem englischen Original. Und die Zahl der Artikel etc. zum Thema lässt sich an einer Hand abzählen.

Ich vermute mal, dass es eine gewisse Dunkelziffer gibt, von Beiträgen, die ich einfach nicht gefunden habe. Aber trotzdem bleibt die Bilanz verheerend. Wie sollen sich Menschen, die kein Englisch verstehen, zu einer Orientierung informieren, wenn es keine Informationen gibt? Oder wie sollen sie überhaupt darauf aufmerksam werden, wenn sie nicht einmal auf den Gedanken kommen, dass es da etwas gibt, worüber sie sich informieren könnten/sollten?

Was lässt sich da tun?

Jede einzelne Person kann ihren Beitrag dazu leisten, indem sie über das Thema spricht, schreibt, zeichnet, oder welche Kommunikationsform auch immer die bevorzugte ist. AktivistA möchte sich während der kommenden Woche solidarisch mit der aromantischen Community zeigen. Nicht zuletzt, weil einige von uns sich selbst als aromantisch oder auf dem aromantischen Spektrum identifizieren. Daher werden wir besonders über unsere Facebook Seite die Handvoll an deutschsprachigen Beiträgen teilen, die es bereits zu dem Thema gibt. Und auch ein paar Englische, um wichtige Lücken zu füllen.

Auch dieser Text soll ein Baustein sein, der hoffentlich für ein bisschen mehr Sichtbarkeit und Verständnis sorgt; und besonders asexuelle Menschen auf ein paar ace-spezifische Aspekte im Umgang mit Aromantik und dem aromantischen Spektrum aufmerksam macht.

Asexualität und Aromantik

Aspec ist eine Bezeichnung, die Aromantik und Asexualität, mit den dazugehörigen Spektren, umfasst. Sie bedeutet nicht, das eine Person sowohl aro, als auch ace ist.

Viele Aces haben im Zuge ihrer eigenen Identitätsfindung schon mal von Aromantik und dem aromantischen Spektrum gehört. Laut dem Community Survey von 2018 identifizieren sich sogar 32,1% als aromantisch, außerdem 14,9% als demiromantisch und 12,4% als grayromantisch. Es gibt also definitiv Überschneidungen zwischen den beiden Orientierungen. Das ist aber in gewisser Weise Fluch und Segen zugleich.

Gut ist, dass sich, wie gesagt, viele Menschen in der Ace Community der Existenz von Aromantik bewusst sind. Und dass auch viele ein bisschen was darüber wissen – oder auch ein bisschen mehr – oder sich selbst so identifizieren.

Stolpersteine speziell für Aces

Das Problem ist, dass die Perspektive von asexuellen-aromantischen Menschen (Aroaces) eine Spezielle ist. Aufgrund der asexuellen Identität sind die Erfahrungen und Bedürfnisse von Aroaces andere, als die von Menschen die allosexuell und aromantisch sind oder sich anderweitig nicht als asexuell verstehen.

Das war für mich so eine der Erkenntnisse des letzten Jahres. Natürlich wusste ich, dass es Menschen gibt – Menschen geben muss – die aromantisch und allosexuell sind. Das Split-Attraction-Model funktioniert schließlich in mehrere Richtungen. Aber trotzdem habe ich mir lange keine Gedanken darüber gemacht, wie sich das auf die Lebenswirklichkeit der Leute auswirkt.

Die wenigen Berührungspunkte, die ich vorher mit Aromantik hatte, waren innerhalb der Ace Community. Das Wenige, was ich vorher zu Aromantik gelesen hatte, kam ebenfalls von dort, oder waren Interviews etc. mit Menschen, die sowohl aromantisch als auch asexuell sind. Und ich bin nicht die einzige, der es so geht.

Eines der vielen Probleme bei der Wahrnehmung von Aromantik ist, dass das, was es an Informationen gibt, oft aus der Ace Ecke kommt. Vor allem das, was auch außerhalb der Aro Community – oder auch nur Teilen davon – wahrgenommen wird. Menschen die allosexuell und aromantisch (alloaro) sind, oder die ihre aromantischen Orientierung als zentral empfinden und ihre sexuelle Orientierung nicht näher bezeichnen wollen oder können (Unit Aro oder Non-SAM-Aro), werden dabei nicht repräsentiert. Ihre Erfahrungen unterscheiden sich häufig grundlegend von Aroaces.

Aufgrund dieser einseitigen Repräsentation gibt es, verständlicherweise, ein nicht zu unterschätzendes Maß an negativen oder zumindest ambivalenten Gefühlen gegenüber der Ace Community als Ganzes, egal ob Aroace oder Alloace. Zum Teil gerade gegen Aroaces, weil sie (bzw. wir) den Diskurs so dominieren.

Solidarität

Nun können Aces nichts für ihre Orientierung, egal ob aromantisch oder alloromantisch. Aber gerade aufgrund der personellen Überschneidungen und vieler Parallelen im Umgang mit der hetero-, sex- und romantiknormativen Mehrheitsgesellschaft, sind m.E. asexuelle Menschen, unabhängig ihrer romantischen Orientierung besonders in der Pflicht, sich solidarisch mit allen aromantischen Menschen zu zeigen.

Diese Solidarität erfordert, dass wir uns selbst kritisch betrachten. Sie erfordert, dass wir besser auf unsere Sprache achten.

In Ace Kreisen ist viel von „Allos“ die Rede, als Abgrenzung von allosexuellen und impliziert alloromantischen Menschen. Aber so eine Aussage über „Allos“ kann schnell despektierlich, verletzend und/oder ausschließend gegenüber Alloaros sein. Es sollte in solchen Situationen also darauf geachtet werden deutlich zu machen, wer genau gemeint ist.

Und auch die Ace Community ist nicht frei von Amatonormativität (d.h. der gesellschaftlichen Überzeugung, dass romantische Beziehungen grundsätzlich wichtiger/wertvoller als andere Arten von Beziehungen sind und dass alle Menschen diese unterhalten oder zumindest anstreben sollten).

Daher steht am Ende vor allem die Aufforderung, die kommende Aro Week zu nutzen, um sich selbst intensiver mit Aromantik und dem aromantischen Spektrum zu befassen. Und dann über die Woche hinaus dazu bei zu tragen, dass die ganze Vielfalt und Komplexität von Aromantik besser verstanden und sichtbarer wird.

Lesefutter Reloaded

Anlässlich der Ace Week wollen wir unsere Rubrik „Lesefutter“ reaktivieren. Passend auch zu dunklen Abenden, an denen es schön ist sich gemütlich mit einer Tasse Tee und einem Buch auf dem Sofa einzumummeln. Die heutige Buchvorstellung ist ein Gastbeitrag von Dorace vom Aspec*German Discord, die so freundlich war ein paar Eindrücke zu „Loveless“ von Alice Oseman mit uns zu teilen. Viel Spaß dabei!

Heute möchte ich mit Euch meine Gedanken zum Buch „Loveless” von Alice Oseman teilen. Bevor ich es selber in die Hand nehmen konnte, habe ich schon zahllose Erzählungen von anderen gehört und gelesen die davon berichteten, sich zum ersten Mal durch ein Buch zutreffend repräsentiert zu fühlen. Ich war absolut gespannt, das Buch zu lesen, und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht!

Bei Loveless handelt es sich um einen YA Roman, die Charaktere sind junge Studierende, und die Protagonistin, Giorgia ist aromantisch asexuell. Es ist nicht das erste Buch von Oseman mit Aspec Charakteren, wobei es in Radio Silence (worüber ihr unten auch eine kurze Vorstellung lesen könnt), eher nur eine Nebensache war. In Loveless aber, wie der Titel auch schon andeutet, geht es explizit um Giorgia’s Suche nach ihrer romantischen und sexuellen Identität. Es ist dabei auch interessant zu wissen, dass Oseman selber aroace ist. Giorgia ist sogar nicht mal die einzige Aspec Person in der Geschichte – es gibt eine weitere, die aromantisch bisexuell ist. Aber auch die anderen Hauptcharaktere weisen eine große sexuelle und ethnische Diversität auf, wie das eigentlich typisch für Oseman ist.

Auf dem Weg zum Herausfinden ihrer Identität begeht Giorgia viele Fehler, und fühlt sich mit ihren Ängsten alleine. Ängste davor komisch, anders, „broken” zu sein, und vor allem vor der Einsamkeit, was die meisten Aspec Leser:innen wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen können. Freundschaft spielt in dem Buch auch eine sehr große Rolle, es wird sogar nach meinem Empfinden als etwas viel Stärkeres und Wertvolleres (oder zumindest auf der gleichen Ebene) als eine romantische Beziehung dargestellt. Obwohl es sich hauptsächlich um Jugendliche zwischen 18 und 20 handelt, spiegelte es auch viele meiner Gefühle mit Mitte Zwanzig wider. Was mich an dem Buch am Meisten begeistert, ist der Gedanke, dass viele Teenager und Jugendliche vielleicht zum ersten Mal ein Buch in der Hand halten, in dem sie detailliert über A_sexualität und A_romantik lesen können. Hoffentlich kann das Buch einigen Menschen helfen zu verhindern, in die gleichen Fallen zu tappen wie Giorgia.

Ich kann das Buch allen Jugendlichen stark empfehlen, die auf der Suche nach ihrer Identität sind, die sich auf dem asexuellen und/oder aromantischen Spektrum befinden und sich in den mainstream YA Romanen nie wiederfinden können. Das Buch loht sich aber auch für allen anderen Altersgruppen und Menschen, die einfach A_sexualität und A_romantik und die darum existierende Struggles und Schwierigkeiten verstehen wollen.

Stammtische im deutschsprachigen Raum

So langsam lockern sich die Corona-Bestimmungen wieder und erste Ace-Stammtische nehmen in der einen oder anderen Form wieder ihre Treffen auf. Auf dem Aspec*German Discord hat sich ein engagierter Mensch daran gemacht eine Karte zu erstellen, über die auf einen schnellen Blick ersichtlich wird, wo es derzeit im deutschsprachigen Raum Stammtische gibt.
Auf der Karte findet sich dann jeweils ein Link, unter dem interessierte Menschen nähere Informationen zu den einzelnen Stammtischen finden können. Um die Infos im Aven Forum einsehen zu können, ist allerdings eine Anmeldung dort nötig. Die Karte soll mit der Zeit weiter wachsen, falls Menschen also Stammtische kennen oder neu organisieren, die dort noch nicht auftauchen, dann gerne einfach über einen Kommentar, oder direkt auf dem Discord Server Bescheid geben.
In Grau sind außerdem Orte verzeichnet, an denen es bereits früher einmal Stammtische gegeben hat, die aber offenbar inzwischen nicht mehr stattfinden. Vielleicht fühlen sich ja Menschen motiviert diese Treffen zu reaktivieren 😉

—> Hier geht es zur Karte <—

Die Aspec* Community in Zeiten von Corona und darüber hinaus

Für Menschen, die auf der Suche nach Anschluss in der deutschsprachigen Aspec* Community sind, gibt es seit einiger Zeit eine neue Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen und sich auszutauschen. Da Corona alle offline-Stammtische vorerst zerschlagen hatte, entstand Ende März ein virtueller Stammtisch auf Discord, der die Möglichkeit bietet, sich jederzeit über Textchat auszutauschen oder spontan im Sprachchat zu unterhalten. Zu festgesetzten Terminen (alle zwei Wochen) gibt es außerdem organisierte Treffen („Stammtische“), die in den Sprachchats stattfinden.

Dieser Aspec* Server hat sich von Beginn an als ein Treffpunkt für die gesamte deutschsprachige Community verstanden. Er soll ein sicherer Raum für alle Menschen sein, die sich dem ace* und/oder aro* Spektrum zugehörig fühlen. Es wird großer Wert auf einen wertschätzenden Umgang gelegt, damit sich alle wohl fühlen und ins Gespräch kommen können. Sei es zu persönlichen Fragen der sexuellen und/oder romantischen Identität, gender Themen, dem Austausch von Memes oder Rezepten oder was mensch sonst noch so auf dem Herzen hat. Ein weiteres Ziel ist es, verschiedene Angebote für aspec* Personen zu sammeln und damit einfacher zugänglich zu machen (Stammtische, aspec*-freundliche Beratungsangebote, Informationsmaterial und Ressourcen aller Art).

Der Server vernetzt darüber hinaus Menschen, die im Aspec*-Bereich Orga-Arbeit oder Aktivismus leisten. In einem internen Bereich gibt es Möglichkeiten für Kreativität, Ideenaustausch und gemeinsame Projekte. Der Server bietet auch einen guten Startpunkt für Menschen, die sich erstmals für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung engagieren möchten. Hier ist es innerhalb von wenigen Stunden möglich, Projekte aufzusetzen, eine Gruppe an Unterstützer*innen zu finden und damit loszulegen.

Seit seiner Gründung ist der Server kräftig gewachsen und ständig dabei, sich zu verändern, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und möglichst vielen Menschen aus der Community die Möglichkeit zu bieten, in einer freundlichen Atmosphäre zusammen zu kommen.

Wie wird mensch Teil des Aspec*German Servers? Ganz einfach:

  1. Discord herunterladen und ein User-Profil anlegen (sofern nicht schon vorhanden)
  2. Danach den folgenden Einladungslink in einem beliebigen Browser öffnen: https://discord.gg/HnkcTgX 

Wir freuen uns immer, neue Leute begrüßen zu können!!

Clara (im Namen des gesamten Moderator*innen-Teams)