Frohe Asexual Awareness Week 2018!

Die Asexual Awareness Week soll einmal im Jahr dazu ermutigen, im eigenen Umfeld über das asexuelle Spektrum zu sprechen. (Oder etwas zu posten. Oder …?)

Dieses Jahr beginnt sie heute und endet am Samstag, den 27.10.2018

Wie ihr das Untenehmen A_sexuelle Sichtbarkeit das ganze Jahr unterstützen könnt, erfahrt ihr in den nächsten Tagen in einem Blogpost.

 

„Wir, die Anderen und die Neurobiologie“

… so lautete der Titel des Vortrags, den ich aushilfsweise am 15.09. bei der AktivistA 2018  gehalten habe.

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Wo es um die „Wir-Gruppe“ gegen „die Anderen“ geht, setzt das mit den überlegten Entscheidungen oftmals aus. Überlegung war, dass Menschen hoffentlich bessere Entscheidungen treffen, wenn sie wissen, wir ihr Gehirn funktioniert.

Zuerst musste ich aber beweisen, dass „Ich habe keine Vorurteile und bin nicht rassistisch“ etwas ist, womit sich Menschen gerne mal in die eigene Tasche lügen. Tatsächlich ist das mit dem „Wir sind super, die Anderen sind bäh“ schon bei Schimpansen zu beobachten, nämlich in Form von Assoziationstest. Bilder von der Fremdgruppe in Kombination mit leckerem Obst erzeugen bei den getesteten Tieren im Schnitt eher kognitive Dissonanz als in Kombination mit Spinnenviehzeugs. Mit Bildern aus der eigenen Gruppe läuft es genau umgekehrt. Offenbar ist also schon bei diesen unseren entfernten Verwandten eine Neigung vorhanden, die eigene Gruppe mit leckerem Obst zu vergleichen, die Fremden aber mit ekligen Krabbeltieren.

Befragungen bei US-amerikanischen Kindergartenkindern (also im Alter 3 bis 4 Jahre) ergeben, dass sie Gesichter aus der eigenen Ethnie besser einschätzen können und Gesichter aus anderen Ethnien eher als bedrohlich und wütend einstufen.

Bei Erwachsenen, die (Bilder von) Menschen anderer Ethnien sehen, dauert es im Schnitt 50 Millisekunden, bis in ihrem Hirn die Amygdala aktiv wird. Diese Struktur ist für Furcht und Angst zuständig.

Apropos Amygdala. Wenden wir uns dem Gehirn zu.

Das Gehirn hat, sehr grob ausgedrückt, drei funktionelle Schichten. Die Schicht 1 ist für automatische Prozesse wir Hunger, Verdauung, Tempeaturregulierung und Blutdruck zuständig.

Die Schicht 2 ist das Limbische System. Es ist besonders in Säugetieren stark ausgeprägt und für Emotionen zuständig. Hier liegt die Amygdala, die eben für Furcht und Angst zuständig ist, und manchmal auch für gewaltsame Reaktionen auf diese Gefühle.

Außerde wichtig ist der Insellappen. Der ist ursprünglich für Ekel aufgrund von Sinnesreizen zuständig. Die Evolution ist aber eine faule Socke und die Moral ist erdgeschichtlich sehr jung. Deswegen ist für Dinge, die wir unfair finden, ebenfalls der Insellappen zuständig — wir empfinden moralischen Ekel.

Die Schicht 3 liegt vor allem in der Hirnrinde. Hier werden Sinnesreize eingeordnet, das Gedächtnis gebildet, Probleme logisch zerlegt und gelöst, es wird vom Speziellen auf das Allgemeine abstrahiert und auch dafür gesorgt, dass wir auf eine aufgeschobene Belohnung akzeptieren – wie die Bikinifigutr nächsten Sommer, wenn wir jetzt auf Süßes verzichten.

Der neueste Teil der Hirnrinde heißt Präfrontaler Kortex. Er ist der „oberste Bestimmer“, und unterhält sich sehr viel mit dem Limbischen System. Gleichzeitig dient er als Impulskontrolle und Hirn-zu-Mund-Filter. Der Präfrontale Kortex entwickelt sich erst im Laufe der Pubertät richtig und ist mit etwa Mitte zwanzig beim Menschen ausgereift. Auf jeden Fall beweist diese Struktur, dass im Menschen keine Trennung zwischen Denken und Fühlen stattfindet. Die Gefühle entscheiden, was wichtig ist, dann kann die Logik auf die Umsetzung hinarbeiten. Ohne Gefühle funktioniert zwar die Logik, aber diese hat keinen Antrieb.

Nun sollte mensch meinen, dass das alles immer von oben nach unten geht: Schicht 3 sieht Kekswerbung, Schicht 2 meldet Gelüste, Schicht 1 signalisiert Hunger. Andersrum geht’s aber auch: Von den wackeligen Knien auf der Hängebrücke zum Flirt in drei, zwei, eins.

Manchmal ist der Präfrontale Kortex auch komplett ausgesperrt. Wahrscheinlich jedes Mal, wenn US-amerikanische Polizisten erst auf einen Schwarzen Menschen schießen und dann später ermitteln, dass er ein Telefon statt einer Waffen in der Hand hielt, war die Amygdala schneller als der Rest des Hirns.

Und wieso teilen wir Menschen in Gruppen?

Der derzeitige Stand der Wissenschaft ist, dass Evolution Folgendes bedeutet: Jeder Organismus ist darauf aus, so viele Kopien seiner Gene wie möglich weiterzugeben.

Das kann ein Organismus in direkter Konkurrenz erreichen: Zwei XY-Chromosom-Tiere streiten sich im ein XX-Tier. Oder andersrum.

Manchmal ist Kooperation eine Möglichkeit. Denn Geschwister von denselben Eltern haben ja den gleichen Satz Gene. Wenn ich also einem meiner Geschwister helfe, sich fortzupflanzen, dann ist das evolutionär gesehen genauso, wie wenn ich mich direkt fortpflanze.

Mit ein bisschen Abstrichen funktioniert das auch bei entfernteren Verwandten wie Tanten, Onkels, Halbgeschwistern, Cousins, Cousinen und Genichter. (Das ist eine Wortschöpfung statt „Neffen und Nichten“.)

Deswegen heißt das Prinzip auch Verwandtenselektion.

Es gibt noch eine Pseudoverwandtenselektion. Wenn ich nämlich eine mir unbekannte Person treffe, die ein auffälliges Merkmal mit mir teilt, kann ich davon ausgehen, dass bei uns ein Teil der Gene gleich ist. Handelt es sich um, sagen wir, einen grünen Bart, entsteht das, was in der Verhaltensforschung Grünbarteffekt heißt: Die Grünbärte schließen sich aufgrund der angenommenen Verwandtschaft zusammen, kooperieren und sind langfristig erfolgreicher als Individuen, die nicht kooperieren.

Nachteil an der ganzen Sache ist, dass es fast unmöglich ist, sich diese Kooperation ohne eine „Gegen“ zu denken. Wir setzen unsere Gene entweder gegen eine feindliche Umwelt durch oder gegen eine konkurrierende Gruppe.

Anderswo hatte ich auch schon bewiesen, dass die Amygdala dafür zuständig ist, die Umwelt zu beobachten und Neues mit potentieller Gefahr gleichzusetzen.

In Kombination mit der Verwandtenselektion hat die Amygdala deshalb eine Lerndisposition für Angst vor Fremdgruppen. Das heißt: Menschen lernen leichter, Angst vor Menschen aus anderen Ethnien zu haben, als Angst vor Katzen oder Hunden.

Einmal gelernt gibt Bauchgefühl.

Habe ich nun Angst verinnerlicht, passiert bei einer Konfrontation mit einer Fremdgruppe Folgendes.

Schritt 1: Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich eine Person irgendwie nicht gut finde und misstrauisch sein sollte.

Schritt 2: Mein Präfrontaler Kortex erklärt mir, warum ich das Bauchgefühl hatte und bemüht dazu wahrscheinlich jedes mir bekannte Vorurteil als Argument.

Das Prinzip heißt Rationalisierung. Unser „oberster Bestimmer“ ist in so einem Fall nur dazu da, uns zu erklären, dass unser Bauchgefühl recht hatte. Und übt ansonsten hoffentlich seine Funktion zur Impulskontrolle aus.

Ein schönes Beispiel war ja Angela Merkels Bauchgefühl zwecks Ehe für Alle. Sie war wenigstens ehrlich und hat nur das Bauchgefühl angeführt, statt mit Pseudo-Argumenten zu arbeiten.

Aber es wird noch komplizierter.

  1. Menschen mit niedriger Ekelschwelle sind häufig auch gesellschaftlich konservativer eingestellt und eher bereit, „die Anderen“ für moralisch eklig zu halten. Ihr Insellappen ist also ein bisschen hyperaktiv und daher eher bereit, auch Menschen für ihr Verhalten oder ihre bloße Existenz eklig zu finden.
  2. „Willenskraft“ ist ein äußerst akkurates Sprachbild. Der Präfrontale Kortex hat nämlich einen enormen Energiebedarf. Der Beweis sind alle, die sagen: „Prüfung direkt vor der Mittagspause? Oh, oh.“ Es gibt darüber auch eine Studie mit US-amerikanischen Richter*innen, die über Freilassung auf Bewährung von Strafgefangenen zu entscheiden hatten. Mindestens zehn Fälle am Vormittag. Das Gesuch wurde umso eher abgelehnt, je weiter weg das Frühstück war. Auch Menschen, die durch eine  Matheaufgabe abgelenkt sind, äußern  mehr Vorurteile, da der Hirn-zu-Mund-Filter anderweitig beschäftigt ist.
  3. Der Präfrontale Kortex ist außerdem sehr stressanfällig. Je mehr das Dauerstresshormon Cortisol im Körper strömt, desto schlechter unterhalten sich die zugehörigen Nervenbahnen mit dem Rest, und desto schlechter bildet der Präfrontale Kortex neue Vernetzungen.  Akuter Stress beeinträchtigt also das innerliche Zurücktreten und nochmal Nachdenken. Wir fallen dann in bewärhrte Muster zurück. Dauerstress in der Kindheit behindert die gesamte Entwicklung einer Impulskontrolle.
  4. Die „grünen Bärte“ (die Pseudoverwandtschaft) ist oft extrem willkürlich, es handelt sich eher um gefärbte grüne Bärte. So halten wir auch Menschen mit derselben Religion für unsere Verwandten, oder Fans des gleichen Fußballklubs. Manchmal machen wir an einem Stück Kleidung fest, ob eine Person zu unserem oder einem anderem Kulturkreis gehört, und ob wir sie verachten oder nicht.
  5. Alle grünen Bärte sind extrem kontextabhängig, wenn jemand zum Beispiel nicht an Schwarze Menschen vermietet, es sei denn, sie sind katholisch.
  6. Die meisten Gehirne sind anfällig für das sogenannte Priming — unterschwellige Beeinflussung. Stinkende Mülleimer führen dazu, dass der moralische Ekel erhöht ist und Menschen im Schnitt konservativer urteilen, sich also auf ihre gelernten Furchtmechanismen verlassen. Ein Klassiker ist auch das Experiment mit asiatischen Frauen und Mathematik.
  7. Nicht selten geht es auch um Wertekonflikte — „*isten!“ und „Volksverräter!“ beschimpfen sich gegenseitig und kommen nicht weiter. Hier streitet sich die Gruppe, die Freiheit und Gerechtigkeit bevorzugt, mit Menschen, die Loyalität und „heilige Reinheit“ wichtiger finden. Menschen, denen die Loyalität in der Eigengruppe wichtig ist, sind eher bereit, Ungerechtigkeiten innerhalb der Grupe zu ertragen, Menschen, die es wichtiger finden, ein Ehegespons innerhalb der Gruppe zu finden als einen netten Menschen, nehmen Einschnitte in der Freiheit eher hin. Somit ist es für Diktaturen von Interesse, möglichst viele Untertanen aus der zweiten, autoritätsorientierten Gruppe zu haben.

Von klaren Einschätzungen kann also selten die Rede sein.

Alle die oben genannten Gründe führen zu Wahrnehmugsverzerrungen — Biases.

„Wir sind Helden!“

Es gibt eine Eigengruppenbevorzugung. Menschen reagieren auf besorgte Gesichter aus der Eigengruppe mit mehr Empathie als auf besorgte Gesichter der Fremdgruppe. „Wir“ halten uns für korrekter, klüger, können besser Kinder erziehen, Krieg führen oder die Wirtschaft leiten. „Wir“ haben die höher entwickelte Kultur und sowieso den besseren Draht zu den höheren Mächten. Und so weiter.

Dies bedeutet neben einer Selbstüberhöhung auch oft eine Selbstüberschätzung.

Vergehen aus der Eigengruppe an der Eigengruppe werden differenziert betrachtet und die Umstände hinterfragt.

Ganz im Gegensatz zu den Anderen, der Outgroup.

„Die sind alle gleich (doof)!“

Schadet nämlich ein Mitglied der „Anderen“ einem der „Unseren“, heißt es: Klar, „die“ bauen Mist, weil „die“ eben so sind.

Wir halten Mitglieder der Anderen, der Outgroup, für eine gesichtslose Masse aus Wesen, die alle die gleichen Ziele und schlechten Eigenschaften haben. Sie sind mal einfach/kindlich und mal mysteriös/bedrohlich. Auf jeden Fall sind sie homogen und uniform. Es werden keine Einzelpersonen wahrgenommen. „Die“ waren schon immer so und werden immer so sein. Ihre „Essenz“, ihr innerstes Wesen, unterscheidet sich fundamental von „Uns“ und ist unveränderlich.

Diese Fehleinschätzung nennt sich Essentialismus.

Die Anderen muss ich nicht ernst nehmen.

Es folgt also oft neben der Selbstüberschätzung eine Abwertung der Outgroup. Vor allem, wenn sich diese Outgroup beklagt, wie sie behandelt wird, sorgt die Ingroup mit Abwertungsmechanismen dafür, dass man die Outgroup nicht ernst nehmen muss.

Als da wären:

  1. Ein Vergleich mit einer anderen verachteten Gruppe, z.B. (psychisch) kranke Menschen, Frauen, Schwule.
  2. Eine Unterstellung der (geistigen) Inkompetenz,also die Behauptung, dass die Person sowieso nicht weiß, was sie tut. Dies überschneidet sich mit Punkt 1.
  3. Sexualisierung: Eine Person wird auf ihren Körper und das reduziert, was sie mit ihren Geschlechtsteilen tut.
  4. Moralische Abwertung: Personen seien entweder „primitiv/unzivilisiert“ oder darauf aus, andere für ihre Ziele zu manipulieren. Damit rücken diese Vorwürfe in die Nähe zu Verschwörungstheorien. (Auch Faschisten bauen ja gern mal eine Theorie auf, dass „die bösen Sowieso“ nur daran interessiert sind, ihr Heimatland abzuschaffen.) Paradebeispiel ist hier die omninöse Homolobby. Menschen, die an die Homolobby glauben, nehmen an, dass alle(!) schwulen, bisexuellen, lesbischen, asexuellen, pansexuellen, transgender, transsexuellen und queeren  Menschen nichts Besseres zu tun haben, als Kinder frühzusexualisieren.

Der Extremfall der Abwertung ist die Pseudospezifikation. Wir vergleichen die Outgroup mit einer anderen Spezies, seinen es Gorillas, Ratten, Ungeziefer, Zecken. Oder noch heftiger: Etwas, das gar kein Lebenwesen mehr ist. Geschwüre, ein Haufen Dreck oder eine Flüchtlingswelle gefällig?

Meine ausführliche Serie über Wahrnehmungsverzerrungen und was sie für das Leben in der Outgroup bedeuten, ist auf meinem Privatblog.

Damit es nicht zu deprimierend wird: Lösungsvorschläge.

Zum einen gibt es die Möglichkeit akuter Löschversuche:

  1. Sachlich bleiben und jegliche Argumentation logisch hinterfragen. Manche Verschwörungstheoretiker entlarven sich sehr einfach selbst, wenn sie beispielsweise die Eurokrise den Flüchtlingen ankreiden.
  2. Beschimpfungen führen noch eher dazu, dass abgeblockt wird. Wenn ich meiner Wut Luft mache, darf ich nicht erwarten, dass die andere Partei mehr wahrnimmt, als dass sich wütend bin.

In der Regel fallen derlei Versuche bei Menschen mit sehr starken Meinungen auf taube Ohren. Derlei Strategien nützen also nicht direkt, sondern indirekt, weil andere zuhören oder mitlesen, die vielleicht noch keine abschließende Meinung haben oder nicht so emotional involviert sind, dass sie nicht mehr für Logik zugänglich sind.

Sobald es um Werte geht, ist eh im Akutfall Hopfen und Malz verloren. Da kann eine dann nur hoffen, dass alle Beteiligten daran interessiert sind, einen zivilen Kompromiss zu finden. Unglücklicherweise haben wir gerade den Fall, dass eine Partei im Bundestag sitzt, die eben daran nicht interessiert ist und mit ihrer Propaganda dafür gesorgt hat, dass sich die Grenzen des moralisch akzeptablen zugunsten autoritärer, faschistoider Gedanken verschiebt.

Gründlicher geht es eventuell mit der Erziehung.

Vorausgesetzt, das Kind konnte eine Impulskontrolle ungestört entwickeln, ist also weder Opfer von Missbrauch noch Misshandlung geworden, musste nicht den traumatischen Verlust einer Bezugsperson verarbeiten, ist nicht in einem Kriegsgebiet oder in Armut (und damit dauerndem Neid) aufgewachsen … dann ist das mit dem Präfrontalen Kortex nämlich ein Münzwurfspiel.

Ansonsten kann ich:

  1. Hinterfragen lehren. Sind „die Anderen“ wirklich Schuld an einer Situation, oder sind sie nur die Sündenböcke? Wer profitiert von einer solchen Beschuldigung? Wo ist das Geld und die Macht? Wie gesagt, Faschisten sind exzellent darin, Verschwörungstheorien aufzubauen.
  2. Wahrnehmung von Individuen fördern. Wer sich vor einem Urteil überlegen muss, welches Lieblingsessen eine Person aus der Outgroup hat, urteilt differenzierter. Auch Menschen, die in einer diversen Umwelt aufwachsen, neigen weniger zu Hass auf „Andere“.
  3. Menschen darauf hinweisen, wie Stereotype und Wahrnehmungsverzerrungen funktionieren. Niemand ist frei von Vorurteilen. Wir können unserem Gehirn die einmal gelernten Reaktionen der Amygdala kaum abtrainieren. Wir können aber lernen, wann es wichtig ist, nochmal durchzuatmen und nicht auf unseren Bauch zu hören, sondern zu warten, bis sich die Menschlichkeit meldet.
  4. Und vor allem: Wenn wer behauptet, andere Menschen seien eklige Krabbeltiere oder sie anderweitig entwertet: Auf Abstand gehen. Nicht glauben und andere darauf hinweisen, dass ein derartiger Vergleich kein akzeptables Argument ist. (Alldieweil muss eine sich dann auch mal an die eigene Nase fassen. Gauland und Konsorten sind ja weder blöd noch geisteskrank, und ein deraartiger Vergleich ist kein Argument.)

 

Und damit sind wir bei meinen Quellen:

„Gewalt und Mitgefühl – Die Biologie des menschlichen Verhaltens“, Robert Sapolsky

„Schnelles Denken, langsames Denken“, Daniel Kahnemann

„Excluded – Making feminist and queer movements more inclusive“, Julia Serano

AktivistA 2018 – Eine Zusammenfassung mit mindestens drei Schätzen

„AktivistA 2018“ – Unter diesem Wegweiser ging es zur diesjährigen Konferenz mit überregionalem Treffen. Mit 39 Menschen hatten wir einen Besucherrekord und mussten erstmalig die Klappstühle der Weissenburg bemühen, um alle unterzubringen.

Die Vortragssuche gestaltete sich leider etwas schwierig – für den dritten Vortrag hatten wir zwei Absagen, und Balthazar vom Podcast Buchstabensuppe war ebenfalls kurzfristig erkrankt. Die Erkältungssaison ist offenbar in vollem Gange, denn auch unter den Anwesenden schniefte eine Handvoll leicht bis mittelschwer.

Immerhin hatten wir herausgefunden, dass die Weissenburg eine Maschine für Kannenkaffee hat und außerdem Heißwasser für Tee zu bekommen war, sodass es zumindest an warmen Getränken nicht mangelte und trockene Kehlen mit und ohne Coffein geschmiert werden konnten.

Eine ultrasüße Überraschung brachte Schatz Nr. 1, ein netter Mensch aus Anaphrodits Blase, mit:

Ace-Pride-Freundschaftsbändchen! Noch viel besser als die ursprünglich in der Verpackung enthaltenen Bonbons …

Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde und einer diesmal fast unfallfreien Pizzabestellung hatte Carmen von Das Nixblix den ersten Vortrag: „Danke, aber meine Worte gefallen mir besser. Über Deutungshoheit und wie wir sie erlangen können.“

Es ging darum, dass die Darstellung von Menschen aus dem asexuellen Spektrum in den Medien zu sehr großen Teilen zu wünschen übrig lässt. Selten kommen a_sexuelle Menschen selbst zu Wort, ohne dass ihre Worte kommentiert werden. Diese Kommentare, zumeist von allosexuellen Menschen verfasst oder in Mikrofone gesprochen, können unterschwellig abwertend wirken oder die Glaubwürdigkeit der interviewten Person infrage stellen.Manche Medien suchen auch explizit oder unterschwellig nur Interviewpartner*innen, die unhinterfragbar asexuell sind.

Nach dem Vortrag wurde heftig debattiert, ob und wie sinnvoll es ist, Interviews zu geben, und ob und wie mensch sich das Medium herauspicken sollte. Während manche der Ansicht sind, dass es auch sinnvoll ist, sich mit eher oberflächlichen bis erfahrungsgemäß  respektlosen Medien (wie der Bildzeitung) zu unterhalten, möchten andere eben nicht Teil eines Kuriositätenkabinetts sein oder vorgeführt werden.

Am Ende kann mensch feststellen, dass es auf keinen Fall Sinn ergibt, sich zu weit aus der eigenen Komfortzone zu bewegen. Was Menschen aushalten können, wie ihr Umfeld so tickt und wo sie arbeiten, muss immer Teil dieser Erwägungen sein.

Einig waren wir uns aber, dass es bei aktiven Menschen nicht so gut ankommt, viel herumzujammern, wie schlecht alles ist und wie wenig Verständnis es gibt, aber selbst nicht dazu bereit zu sein, etwas an der (eigenen) Situation zu ändern, obwohl die Person vom Umfeld her dazu in der Lage wäre.

Eine detailliertere Zusammenfassung ist geplant.

Als zweites war ich selbst mit „Wir, die Anderen und die Neurobiologie“ eingesprungen. Grob ging es darum, das eigene Gehirn besser kennenzulernen und zu wissen, warum Menschen den Rest der Welt so gerne in „Wir“ und eine gesichtslose Masse von „Die Anderen“ unterteilt. Sobald ein Mensch nämlich weiß, dass Hunger weniger empathisch macht und dass es manchmal nicht sinnvoll ist, auf das eigene Bauchgefühl zu hören, kann ein Mensch bei Debatten über „die Homolobby“, „die Flüchtlingswelle“ und vielerlei mehr einen klareren Kopf bewahren.

Auch hier plane ich eine detaillierte Zusammenfassung. Auf die Literatur verlinke ich vorsichtshalber aber jetzt schon: Sapolsky, Kahneman, Serano

Nach der Pizza gab es zum zweiten Mal eine Art Improshow, die hoffentlich keine Tradition wird, denn wir wünschen allen bisherigen und zukünftigen Referent*innen nur die beste Gesundheit. Balthazar vom Podcast Buchstabensuppe bzw. vom Queer-Lexikon hatte mir am Vorabend noch die Folien geschickt — Danke, du bist ein Schatz.

Dadurch hatten Yannic und ich die Möglichkeit, uns sehr kurzfristig auf den neuesten Stand zu bringen und einen stark verkürzten, aber hochinteressanten, Abriss über die „Dritte Option“ zu geben. Für welche Menschen ist ein dritter Geschlechtseintrag („divers“ beispielsweise) interessant? Was sagen die Gesetze bis jetzt, wie kam es dazu, dass das Bundesverfassungsgericht eine neue Regelung forderte, und was soll diese Regelung nach Meinung der betroffenen Personen am besten beinhalten?

Nach einer Diskussion kamen wir zu dem Schluss, dass es rechtlich einfacher wäre, den Geschlechtseintrag komplett abzuschaffen, als eine dritte Option anzubieten. Im Personalausweis geht’s ja auch ohne … Allerdings ist es wahrscheinlich so, dass die Gesellschaft im Ganzen noch nicht so weit ist, auf derartige Schubladen zu verzichten.

Da der Abriss ja so verkürzt war und ich selbst nicht so tief im Thema drinstecke, werde ich keine Zusammenfassung schreiben und stattdessen auf das FAQ von „dritte Option“ verweisen, die die wichtigsten Fragen besser beantworten, als ich es je könnte.

Als letzter Punkt folgte eine Diskussionsrunde darüber, was die Community braucht. Es stellte sich zunächst als etwas schwierig dar, zu definieren, wer „die Community“ überhaupt ist. Am Ende kamen wir zu der Arbeitsdefintion, dass es sich um die Gesamtheit aller Menschen handelt, die sich zum asexuellen Spektrum gehörig fühlen oder sich dazugehörig fühlen könnten, aber davon noch nie etwas gehört haben. Und das völlig unabhängig davon, ob diese Menschen mit der „queeren Buchstabensuppe“ LSBTTIQAPetc. etwas anfangen können oder nicht.

Meine Notizen werden sich spätestens zur Asexual Awareness Week in einem Artikel niederschlagen.

Wir stellten insgesamt fest, dass ein großer Bedarf an Vernetzung und „einfach nur reden“ besteht, sodass wir eine Diskussionsrunde als festen Bestandteil des nächstjährigen Treffens planen.

Am Abend bewirtschaftete dann Sven von Schwulst e.V. zum dritten Mal die Theke (daher Schatz Nr. 3) und hatte hoffentlich daran genauso Freude wie wir.

Vor allem: Flirt Zero, ähh, Zero flirts were to be had. – Null Flirts wurden festgestellt. Eine Wohltat für solche, die beim Ausgehen vielen hetero- bzw. allosexuellen Menschen begegnen …

… auch wenn Brustvergrößerungen dank seltsamer Werbung auf den Bierdeckeln am Freitag zu einem Running Gag geworden waren.

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an meine Schätze im Verein für die tatkräftige Unterstützung mit den Anmeldungen, für die Moderation der zugehörigen WhatsApp-Gruppe und Maillingliste, für die Betüddelung am Freitag, als ich noch auf Arbeit war, für „hast du eigentlich schon …?“-Erinnerungen und so weiter, ohne die das alles wie immer nicht zu stemmen gewesen wäre.

Für Schulaufklärung und gegen die „Demo für alle“

Weil die „Demo für Alle“ mal wieder durch die Republik tourt und auch nach Stuttgart kommt, um die sogenannte „Frühsexualisierung“ zu verhindern, organisieren das Projekt 100% Mensch und das Bündnis Vielfalt für Alle eine Gegenkundgebung.

AktivistA unterstützt diese Kundgebung, weil wir meinen, dass alle Menschen das Recht haben, so viel oder wenig Sex zu haben, wie sie möchten. Dazu müssen Kinder lernen, dass sie „Nein“ sagen dürfen. Genauso müssen sie lernen, ein Nein von anderen zu akzeptieren.

Wer mitdemonstrieren möchte: Freitag, 14. September 2018 ab 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr am Sporerplatz in Stuttgart.

Hier ist noch die Facebookveranstaltung.

 

 

 

Sonne und Wind in Mannheim

Wie schon im vorhergehenden Beitrag erwähnt, waren wir am vergangen Samstag zweispurig unterwegs, nicht nur in Berlin, sondern auch in Mannheim beim CSD Rhein-Neckar. Genau wie in der Hauptstadt war es mächtig windig, die Flyer haben ihrem Namen alle Ehre gemacht, und der Pavillon unternahm einen Fluchtversuch, aber wir waren ja dankbar, dass wir uns nicht mehr jenseits der 35 Grad bewegt haben.

In Anbetracht der eher geringen Anzahl an Ständen auf dem Schlosshof waren wir zunächst nicht so ganz sicher, mit wie viel (oder wie wenig) Besucher*innen so zu rechnen sei, aber als die Demo dann schließlich am Schloss ankam, waren es doch mehr Menschen als gedacht. Nach ca. 1,5h Dauereinsatz waren wir all unsere Broschüren und Flaggenaufkleber losgeworden. Und auch viele Kuchenaufkleber und Flyer über Asexualität und Stammtische in Baden-Württemberg, damit haben wir dann auch noch den Rest der Zeit bestritten. Von den Süßigkeiten blieb unverständlicherweise noch recht viel übrig.

(Rechts unsere unsere liebevoll ausgebreitete Auslage.)

Alles hat also reißenden Absatz gefunden. Jetzt wissen definitiv wieder eine Menge mehr Menschen dass es Asexualität gibt, und haben hoffentlich auch eine bessere Vorstellung davon was genau das ist: Nein, es betrifft nicht nur alte Menschen. Und ja, einige Menschen im autistischen Spektrum identifizieren sich als asexuell, aber weder sind alle Autist*innen asexuell, noch alle Asexuellen autistisch. 

Aber im Großen und Ganzen waren die Gespräche mit den nicht-asexuellen Menschen sehr freundlich und interessiert, teilweise herrschte auch Enthusiasmus Infomaterialien für Freunde oder Angehörige gefunden zu haben.

Persönliches Highlight waren für mich aber auch diesmal wieder die Reaktionen von anderen Asexuellen. Oft eine Mischung aus Begeisterung, Unglaube und Erleichterung, dass es da tatsächlich auch einen Stand gibt der sie repräsentiert. Das sind für mich immer die tollsten Momente. Auch wenn wir dieses Jahr nicht als Fußgruppe an der Demo beteiligt waren, hatte ich mich privat mit Flagge an die Strecke gestellt und den Zug einmal an mir vorbei ziehen lassen. Und auch dabei waren mir schon einige andere Asexuelle mit Flaggen als Superheld*innen-Caps oder selbst gestalteten T-Shirts begegnet, die mich mit meiner Flagge freudig ansprachen.

 

Außerdem können wir berichten, dass sich langsam aber sicher die Asexualität auch unter dem kommerziellen CSD Merchandise breit macht. Am Stand der Regenbogenmanufaktur fanden sich Pins, Magneten, Aufkleber und sogar Mousepads mit der Flagge. Sie können es zwar, finde ich, an Niedlichkeit noch nicht mit unseren Katzen-Buttons aufnehmen, aber auch das ein sicheres Zeichen das die Sichtbarkeit wächst 😉

Das war es also für uns mit der CSD Saison 2018, nächste Station ist jetzt die AktivistA im September in Stuttgart! Für alle die noch irgendwo feiern und auf die Straße gehen: Viel Spaß!

Durchgepustet auf dem Parkfest Friedrichshain

Gestern, am 11. 8. 2018, erlebte unser Verein eine Premiere: zwei Infostände an einem Tag! Einer davon befand sich wie schon im Vorjahr auf dem LesBiSchwulen Parkfest in Berlin-Friedrichshain.
Schon als wir aufbauten, war es recht windig. Die Transparente ließen sich mit ausreichend Klebeband bändigen, die Flagge machte dagegen, was sie wollte.

Eins hatte die Verfasserin dieses Texts aus dem letzten Jahr gelernt: An den splittrigen Mietständen nicht ohne Tischdecke! Die Mineraliensammlung aus der Jugend zur Beschwerung einzusetzen, erwies sich auch als gute Idee (wobei gewisse Leute lieber die Steine als die Flyer mitnehmen wollten).

Wir waren zwar von Anfang an (offizielle Öffnung: 14:30 Uhr) auf dem Fest, doch die größeren Mengen an interessierten Menschen kamen erst später, ab ca. 18 Uhr. Viele Leute schnappten sich einfach im Vorbeigehen einen Flyer oder eine Broschüre, einige hatten auch Fragen oder Kommentare. Konfrontiert wurden wir mit Ungläubigkeit (Was, das gibt es wirklich?), mit altbekannten Vorurteilen (Asexuelle können an der Arbeit mehr leisten, weil sie weniger abgelenkt sind) und mit der absurden Assoziation des Worts „Amöbe“ mit … nun, einer vulgären Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsteil. Andere Menschen fragten frei von der Leber weg, was ihnen gerade einfiel – die Skala reichte von Urschleim (Unterscheidung zwischen Asexualität und Aromantik bzw. zwischen Asexualität und fehlender Libido) bis zu tiefergehenden Reflektionen (wie können Beziehungen zwischen asexuellen und nicht asexuellen Menschen gelingen?). Einige wussten bereits bestens Bescheid und freuten sich über einen ganzen Stand zum Thema. Ein Stapel Broschüren wanderte am Abend beim Abbau noch hinüber zum Nachbarstand von ABQueer.
Neben dem „dienstlichen“ Aspekt blieb auch noch genug Zeit zum Schwatzen mit alten und neuen Bekannten.
Auch in diesem Jahr hatten wir wieder unser kleines Standspiel:

Allzu viele Beiträge gab es nicht – obwohl Teilnehmende sich einen unser stylischen Vereins-Kugelschreiber mitnehmen konnten! Hier die Ausbeute (zum Teil waren es mehrere Ideen auf dem gleichen Zettel):
– den Partner / die Partnerin beschenken / bekochen
– einen Kuss geben
– zusammen Städtereisen planen und die Pläne dann umsetzen
– knuddeln
– tief in die Augen schauen
– streicheln
– gemeinsam aus einem Glas trinken
– mit Sandy essen gehen und alles bezahlen
– zusammen kochen + essen
– zocken
– Filme / Serien gucken
– ins Theater / Museum / Konzert / Oper / … gehen
Beim Vergleich mit den Ergebnissen aus dem letzten Jahr lässt sich feststellen: Liebe geht doch recht häufig durch den Magen. 😉
Irgendwie schienen einige Leute zu denken, das Spiel bzw. der ganze Stand sei nur für asexuelle Menschen gedacht und Nicht-Asexis müssten einen gewissen Sicherheitsabstand wahren. Hat irgendwer Ideen, wie sich Berührungsängste abbauen lassen …?
Es war schon gut, das wir da waren. Auch von skeptischen Blicken wird man gesehen, Unwissenheit lässt sich durch Antworten (und Informationsmaterial) beseitigen und einigen haben wir ja mit dem Stand sichtlich eine Freude gemacht.
Vielen Dank an alle helfenden Hände!

Details zum CSD Stuttgart

So, noch eine Woche bis zur CSD-Polit-Parade „Expedition Wir“ in Stuttgart am 28.07.2018

Die Kombigruppe AktivistA mit Bi-in-BW hat die Startnummer 36 von 90.

Wer noch kurzfristig mitmarschieren will, trägt sich am besten in dieses Doodle ein. Wir freuen uns über alle, die Lust haben, Flagge zu zeigen oder uns ohne Flagge durch reine Anwesenheit unterstützen.

Die Aufstellung für Fußgruppen beginnt ab 14:30 Uhr in der Böblinger Straße, zwischen der U-Bahn-Haltestelle Erwin-Schöttle-Platz und Adlerstraße. Die Fußgruppen sammeln sich auf den Gehweg, dort sind auch die Nummern und Namen der jeweiligen Gruppe angeschrieben. Eine grobe Übersicht über die Strecke findet ihr hier. Die Kundgebung findet um 18:30 Uhr statt, also werden wir uns eine Stunde lang aufstellen und dann ca. 2,5 Stunden unterwegs sein.

Dieses Jahr haben wir wie in Karlsruhe ein Lastenrad am Start und natürlich dürfen Luftballons nicht fehlen. Auf dem Lastenrad werden die Flyer transportiert und dieses bietet noch genügend Platz für eure Rucksäcke oder Taschen.

Wir haben für euch Hinweise zum Überleben von CSD-Demoparaden zusammengestellt. Wichtig: Ausreichend Flüssigkeit und Schutz vor Sonnenbrand respektive Regen, je nach Wetter.

Über Menschen, die am 28.07. noch helfen möchten bei den finalen Vorbereitungen (Luftballon aufblasen, zu Flaggen zusammenknoten etc.), freut sich die Organisatorin Svenja Angerer und bittet Interessierte, sich bei ihr zu melden: svenja.angerer@bi-in-bw.de

Und am Sonntag werden sowohl Bi-in-BW als auch wir mit einem Infostand auf der Hocketse mit dabei sein.

AktivistA findet ihr in der Stiftstraße auf Standnummer K26. Wir freuen uns über Besuch!

Fußgruppe beim CSD Hamburg

Dies geht vor allem an diejenigen von euch, die in Norddeutschland wohnen: Mit der Forderung „Sichtbarkeit für das asexuelle und aromantische Spektrum!“ laufen die Ameisenbären (ein Netzwerk für Menschen aus dem asexuellen Spektrum) beim CSD am 04.08.2018 in Hamburg zum ersten Mal als eigene Fußgruppe mit! (Die letzten zwei Jahre sind wir zwar auch schon mitgelaufen, aber bei der Fußgruppe des Queer Referats der Uni Hamburg.)
Wir laden alle Leute aus dem asexuellen und aromantischen Spektrum (und auch Allies sind herzlich willkommen) herzlich ein, bei uns mitzulaufen. All genders welcome, das versteht sich von selbst. Wer mitlaufen will, trägt sich bitte über dieses Anmeldeformular ein: https://goo.gl/forms/EmslVRTM1EVMHq543

Windig, aber kein Durchzug

 

Letzten Samstag hatten wir also beim Freiburger CSD einen Infostand. Statt dem für das Breisgau zu erwartenden Saunafeeling war es im Schatten kühl und ziemlich windig, sodass wir unsere Flyer trotz neuer lila Glassteinchen mit Gummis sichern mussten.

Während der Demoparade (von 13 bis 17 Uhr) war es auf dem Stühlinger Kirchplatz recht ruhig, dafür machte der Name „Familienfest“ dem Ganzen alle Ehre – hier waren gefühlt mehr Eltern mit Kindern unterwegs als in Karlsruhe, was sicher auch daran lag, dass wir an einem Weg und nicht in einer ruhigen Ecke platziert waren. Andererseits pustete uns deswegen die Musik zwischenzeitlich die Ohren weg.

Die Anfahrt hatte sich dennoch gelohnt, da das Publikum zahlreich war. Mit einem derartigen Andrang hatten die Veranstalter*innen offenbar nicht gerechnet. Allein an der Demoparade nahmen geschätzt 10’000 Menschen teil. Der einzelne Foodtruck und die fünf Dixiklos auf Platz waren daher ab 18 Uhr komplett überlastet.

All dies trübte jedoch die Laune nicht, da dieses Publikum zumeist sehr interessiert war – trotz des Windes standen also die Ohren bei den wenigsten auf Durchzug.

Fazit: Wir kommen wieder.

 

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