Liebe drücke ich so aus …

Wie bereits erwähnt, haben wir an unserem Informationsstand auf dem Parkfest in Berlin-Friedrichshain nicht-sexuelle Arten gesammelt, Liebe auszudrücken. Zu diesem Zweck hatten wir Kugelschreiber und Zettel mitgebracht und Besucher_innen konnten alles aufschreiben, was ihnen einfiel. Zu Anfang hatte die gestrenge Organisatorin und Verfasserin noch auf fünf Arten bestanden, es zeigte sich aber, dass das für ein Fest mit Alkoholausschank und Beschallung von der Bühne zu viel war.
Im Folgenden die Ergebnisse. Die Ideen der verschiedenen Personen sind durch fett/nicht-fett getrennt. Alles unzensiert, aber Rechtschreibung wenn nötig korrigiert. (more…)

Wieder präsent auf dem Parkfest Friedrichshain

Aktionen für a_sexuelle Sichtbarkeit gab es schon vor der Geburt unseres Vereins und zwar vor allem in Berlin. Auf dem LesBiSchwulen Parkfest Friedrichshain war der letzte Informationsstand im Jahr 2009 zu bewundern – höchste Zeit also für eine Neuauflage!

Die Verfasserin hatte den Eindruck, dass unsere Orientierung in Berlin doch weniger bekannt ist als in Baden-Württemberg, wo Infostände ja seit Jahren fester Bestandteil diverser Straßenfeste sind. So einige Besucher_innen warfen im Vorübergehen irritierte bis belustigte Blicke auf unsere Transparente und manche stellten auch so richtige Urschleim-Fragen (wobei Fragen an sich natürlich etwas Positives sind). Super ist ja auch immer der Kommentar “Nein, ich brauche kein Informationsmaterial, es betrifft mich nicht.” Eine Person allerdings näherte sich sehr skeptisch und zog am Ende regelrecht dankbar mit einer Broschüre ab – so kann es auch ablaufen.
Mitgenommen wurde auch Material zum Weitergeben an eine Bekannte, die definitiv und eine kleine Schwester, die eventuell zu unserer Minderheit gehört. Diese positiven Erfahrungen entschädigen für alles Geschleppe und Gezerre (ausgefallener Fahrstuhl am S-Bahnhof Landsberger Allee, grrrr! Wenigstens sind wir nur auf dem Weg nass geworden und auch nur ein wenig, während der Veranstaltung war das Wetter recht gut). Buttons sind wir ein paar losgeworden, davon einige an Berliner User_innen des AVEN-Forums, die uns auch für eine Weile am Stand Gesellschaft leisteten.
Bonbons hatten wir mitgebracht und es kamen sogar noch welche dazu: Eine Person klapperte alle Stände ab und verteilte Fisherman’s Friends. Als Stand-Spiel haben wir nicht-sexuelle Arten gesammelt, Liebe auszudrücken, und es sind ein paar schöne Sachen zusammengekommen, die demnächst in einem eigenen Post veröffentlicht werden.
Damit ist der Verein für dieses Jahr auch mit den Infoständen durch und wir wischen uns nun erst einmal den Schweiß von der Stirn. 🙂 Dennoch freuen wir uns schon einmal vorsichtig auf die kommende Saison.

AktivistA 2017: Einige Hinweise zum Essen

Leider können wir es uns auch dieses Jahr nicht leisten, euch allen einen Mittagstisch zu bestellen. Abends wird die Theke der Weißenburg besetzt sein, heißt, ihr könnt günstige Getränke und Essen kaufen. Dabei ist die vegane Auswahl allerdings nicht so gut.

Wer mag, darf sich eigene Verpflegung mitbringen, für etwas zu trinken und Knabbereien tagsüber sorgen wieder wir.

Wir haben außerdem einen Lieferdienst für mittags aufgetan, der offenbar gute vegane Pizza anbietet. Wer neugierig ist, kann schon mal in deren Speisekarte stöbern.

 

Bildquelle: http://galadnilien.deviantart.com/art/Ace-Cake-528372645

 

Heißes Wochenende mit Perspektivwechsel

oder: Christopher Street Day in Stuttgart 2017.

Traditionellerweise ist in Stuttgart das komplette Wochenende vom CSD belegt. Samstags findet eine Demoparade plus Kundgebung statt, abends gibt es Bühnenprogramm. Sonntags ist dann Platz für Infostände, mehr Show und eine Hocketse (schwäbisch “do hocket se” für “da sitzen sie rum”) der AIDS-Hilfe.

AktivstA war dieses Jahr zweimal vertreten – wir hatten von Bi-in-BW die Einladung bekommen, uns an einer gemeinsamen Fußgruppe zu beteiligen, ganz getreu des Mottos “Perspektivwechsel”. Wir fanden schnell ein gemeinsames Thema, nämlich Unsichtbarkeit, und riefen nach Beteiligung, was denn auch eine Handvoll Menschen erhörte.

Einige Eindrücke:

gruppe von hinten

gruppe von hinten2

acevengers assemble

Ich sag doch: Wenn hier wer ace oder bi ist (oder biromantisch asexuell?), ist es Captain America. Egal, was Marvel behauptet. Der Portraitierten in Übrigen nochmal herzlichen Dank für die Freundschaftsbändchen in Flaggenfarben! (Links unten im Bild)

Wir sehen auch: Dr. DeWinter, die feministsche Superschurkin, hatte die Tüftelei an ihrer antisexistischen Strahlenkanone wieder für einen Samstag unterbrochen, um eine Ace-Flagge durch die Straßen zu tragen und damit zu demonstrieren. (Weil, das mit der Strahlenkanone, das klappt trotz aufgemotzter Schweißbrille einfach nicht so, wie es soll.) (Fotos via StuBi. Danke!)

Und noch ein Gruppenfoto von Bi-in-BW. Danke!

gruppe vor dem schloss

Am Sonntag war denn Infostand angesagt, hier mit großen Teilen der schichtarbeitenden Standbesetzung:

infostand klein

Über Mittag regnete es ein wenig, was unser brandneues Zelt aber überhaupt nicht störte. Leider wurden es dann wieder über dreißig Grad Celsius, was in Kombination mit der Feuchtigkeit zu einer leichten Saunaatmosphäre führte.

Da Parade und Infostand zeitlich getrennt waren, hatten wir nicht ganz so viel Andrang wie in Karlsruhe (weshalb abends noch Süßigkeiten übrig waren – Schockschwerenot!). Trotzdem konnten wir wieder Kontakte pflegen, interessante Gespräche führen und bei einigen Leuten mit Vorurteilen aufräumen. Wieder andere schnappten sich eine Broschüre und waren weg.

Insgesamt hatte ich wieder den Eindruck, dass die Anstrengungen der letzten Jahre zumindest das Wort “A_sexualität” in den Köpfen mancher Menschen verankert haben.

Außerdem gab es gegen 17 Uhr noch eine Überraschung:

rollergirl preis und dewinter
Carmilla DeWinter und eine StuBi-Beteiligte in etwas schief geratener Hip-Hop-Pose mit Preis.

Seit einigen Jahren bittet die IG CSD Stuttgart e.V. eine unabhängige Jury, die Gruppen zu bewerten und verteilt Preise für die kreative Umsetzung einer politischen Botschaft … (Foto via StuBi. Danke!) Die Organisatorin war leider nicht mehr vor Ort, weshalb ich mit zwei StuBis auf der Bühne stand und den zweiten Platz mit in Empfang nehmen durfte. Freu!

 

 

 

 

 

CSD mit Dusche in Berlin

Gestern fand der diesjährige CSD in Berlin statt und natürlich hatte AktivistA es sich nicht nehmen lassen, eine Fußgruppe anzumelden und laufwillige A_sexuelle und Allies zum Mitmachen aufzurufen. Die Resonanz war geradezu überwältigend: Teilweise war unsere Gruppe 20 Personen stark. Einige kamen später oder gingen früher, aber einige Eiserne waren von Anfang bis Ende dabei. Wir durften Personen aus verschiedenen Sprachräumen unter uns begrüßen und auch im Gespräch mit Leuten aus anderen deutschen Städten bzw. Leuten, die in andere Städte als ich Kontakte haben, konnte ich feststellen, dass sich in Sachen a_sexuelle Sichtbarkeit doch einiges tut, von dem wir im Verein nicht zwangsläufig etwas mitbekommen (gleichzeitig erfreulich und bedauerlich).
Es waren ja schwere Gewitter angesagt und die kamen auch, allerdings glücklicherweise erst relativ kurz vor Ende der Strecke. Wir selbst sind ziemlich nass geworden, aber die kostbaren Flyer haben in einem Müllsack überlebt. Überhaupt Flyer: Es wurden dieses Jahr weniger verteilt als sonst, das Publikum hatte einen weniger starken Greifreflex, als wir das gewohnt sind. Ins Auge gefallen sind wir aber sicherlich, zumal sich viele Nicht-Vereinsmitglieder wieder mit farblich passender Kleidung sowie eigenen Flaggen und Schildern super vorbereitet hatten. An dieser Stelle einen Gruß und einen Dank fürs Mitmachen an alle!
Nun aber das, worauf ihr gewartet habt 🙂 : Bilder!


Das brave Wägelchen auf dem Weg zur Demo


Cooles Outfit, zum Ersten


Cooles Outfit, zum Zweiten


Auch in diesem Jahr wieder am Start: Das Schrubber-Schild! Man beachte die Pose der (nicht zu uns gehörenden) Person im Hintergrund.


Ein Teil unserer Gruppe an der Gedächtniskirche


Hier haben sie es ausnahmsweise mal straff gehalten 😉


Tja, gute Frage

 

Überlebenshinweise für Demo-Paraden

Der CSD Berlin nähert sich mit großen Schritten, und Stuttgart ist auch nicht mehr weit hin.

Zur Erinnerung: Treffpunkt für Berlin ist am Samstag, 22. Juli um 11:15 Uhr vor der Botschaft der Republik Ecuador, Joachimsthaler Straße 10-12. U-Bahn-Station Kurfürstendamm, Ausgang Joachimsthaler Straße.

Sollte wer in Stuttgart dabei sein wollen, pingt uns bitte über unser Kontaktformular an. Dort geht’s am 29. Juli ab 14 Uhr mit der Aufstellung los.

Für alle, die noch nie bei so etwas dabeiwaren, einige Hinweise.

  1. Es dauert. Ihr wartet mindestens eine Stunde, bis es losgeht, und dann müsst ihr eher drei statt einer Stunde laufen. (Offiziell laufen wir um 12:30 los und treffen frühestens um 14 Uhr auf der Partymeile ein.
  2. Toiletten sind Mangelware.
  3. Bringt ausreichend Getränke und Snacks mit. Wir haben einen Handwagen, um solcherlei zu transportieren.
  4. Wenn ihr asexy Accessoires habt, bringt sie mit. Egal, ob bettlakengroße Flagge oder winziger Pin, Hauptsache schwar-grau-weiß-lila.
  5. Beachtet das Wetter: Je nach Vorhersage und Himmel am betreffenden Tag: Vorher mit ausreichend Sonnencreme einschmieren. Empfindliche Personen tragen am besten eine Kopfbedeckung, denn Schatten bekommt ihr unterwegs wenig. Bei Regen: Schirm und/oder passende Jacke. (Für Brillenträger*innen ist auch hier ein Hut echt Gold wert.)